Archiv für das Tag 'Lehrrevier'

Mrz 28 2009

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Ein Lehrrevier in der Schorfheide

Gesucht und gefunden! Dem Jagdverein steht pünktlich zum neuen Jagdjahr ein Lehrrevier zur Verfügung.
Am südlichen Rand der Schorfheide im Niederoderbruch sind wir kaum 10 km von Falkenberg entfernt fündig geworden.
Es lässt sich zweifellos darüber streiten, ob und welche Portion Glück oder Schicksal unsere Suche nach einem Lehrrevier begleitete und kaum mehr als einen Steinwurf von Falkenberg entfernt zum Erfolg führte.

Falkenberg liegt schon am Südrand der Schorfheide in den Oderbruch eingebettet. Von den einzigartigen Wildvorkommen war auch schon berichtet worden. Fährt man nun am Rande der Oder-Niederung entlang, am historischen Schiffshebewerk in Niederfinow vorbei und folgt man weiter der Bruchkante gen Osten, erreicht man nach den Grenzhäusern Chorin den Ort Liepe.
Hier treffen Oder-Havel-Kanal und Finowkanal aufeinander. Die oberhalb durchs Dorf verlaufende Straße bildet die Grenze zwischen zwei Landschaften, wie sie kaum gegensätzlicher sein könnten. Oberhalb Liepes steigen die Hänge in eng bestandene Wälder der Schorfheide an. Unterhalb, nach Süden hin öffnet sich jenseits des Kanals die unendliche Weite der Niederung von Oder und Finow.

Die Schorfheide mit Hochwäldern und Erlenbrüchen, in denen Kraniche nisten, ist bekannt für seine Wildbestände und Jagdhistorie, wenn sie nicht für letztere berühmt berüchtigt ist. Hier gingen die preußischen Kurfürsten und Könige und auch der letzte deutsche Kaiser zur Jagd. Hier richtete der Reichsjägermeister Hermann Göring ein feudales Jagdrefugium ein und hier befriedigten auch die Größen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands SED in DDR-Zeiten ihr Bedürfnis nach feudaler Grossherrlichkeit.
Auch wenn ein starker Hirsch sich kaum in die Oder-Niederung begeben wird, ist die Oder-Niederung jagdlich nicht minder interessant. Denn hier tummeln sich Rehe und Sauen, die in Wiesen, Weiden und Schilfgürteln zahlreicher natürlicher und von Menschenhand angelegter Wasserläufe optimale Lebensbedingungen finden.
In Liepe befinden wir uns unmittelbar auf der Grenze dieser beiden Gebiete, von denen jedes auf seine Art in Vegetation und Artenvielfalt einzigartig ist. Und in Liepe stehen wir inmitten des neuen Lehrreviers für den Lehrprinz e.V.:
Rot- und Damwild sowie Sauen in der Schorfheide, aber vor allem Reh und Schwein im Niederoderbruch.

Wir haben für den Lehrprinz ein Lehrrevier gefunden, das gerade seiner Zweiteilung wegen optimal ist.

Das Lehrrevier des Jagdvereins Lehrprinz e.V. in Liepe

Schiffshebewerk
Foto Dr. W. Lipps: In Sichtweite: Das Schiffshebewerk in Niederfinow

Das Lehrrevier umfasst den gemeinschaftlichen Jagdbezirk des Dorfes 16248 Liepe. Es liegt auf der Grenze zwischen der Schorfheide und der Uckermark im Niederoderbruch. Das ist etwa 10 km südlich von Chorin, direkt an der Oder und am Oder-Havel-Schifffahrtskanal. Das Dorf und die Straße von Eberswalde nach Oderberg teilen das rund 881 ha große Revier in zwei unterschiedliche Jagdbögen, Liepe I und Liepe II.

Kolbenhirsche im Mai
Foto Dr. W. Lipps, Kolbenhirsche im Mai

Die durchschnittliche Jahresstrecke beträgt rund 30 Stück Rehwild, über 40 Sauen und, im Rahmen eines Gruppenabschussplanes mit benachbarten Revieren, bis zu 4 Stück Rotwild. Auch Raubwild - u. a.Fuchs, Dachs, Marderhund, Waschbär - ist reichlich vorhanden. Besonders ergiebig ist die Jagd auf Enten……

Eine ausführliche Beschreibung ist oben ständig unter Lehrrevier zu finden.

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Mrz 10 2009

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Auf der Suche nach einem Lehrrevier

Abgelegt unter Lehrrevier

Es war bereits angekündigt worden: Wir suchen ein festes Lehrrevier für den Jagdverein Lehrprinz. Das ist keineswegs so einfach wie es scheint. Es muss schließlich für die Belange der Seminare geeignet, irgendwie für die Seminarteilnehmer erreichbar und nicht zuletzt auch erschwinglich sein.

Die Suche beginnt mit einer geographischen Sondierung. Schnell führt die Suche fort aus den westdeutschen Ballungsgebieten und den von dort aus gut erreichbaren, aber begehrten Revieren in Hunsrück, Eifel, Taunus oder Sauerland: Zu große Nachfrage, zu kleine Reviere, zu wenig Schalenwild, das wir für Seminarzwecke brauchen. Zwar wird zu Jahresbeginn in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen über Probleme bei der Widschweinbejagung berichtet - Wildschweinplage, Gefahr der Schweinepest und Kirrungsexperten - und wäre eine konsequente und teilweise auch revierübergreifende Bejagung der Schwarzkittel gefordert, wäre der Lehrprinz in solchen Revieren zu einseitig auf das Schwarzwild ausgerichtet und wohl auch zu stark mit ausschließlichen Problemen der Schwarzwildbejagung gefordert.
Auch die reinen Niederwildreviere mit starken Rebhuhn-, Fasan- oder Hasenbesätzen und dementsprechend notwendigen Hegebemühungen gehen von der Eignung eher an den zu Grunde gelegten Voraussetzungen an ein Revier für den Lehrprinz vorbei.

Letztlich suchen wir ein Revier mit starken Reh- und Schwarzwild-Vorkommen, abwechslungsreich durch die grundsätzlich vorhandene Artenvielfalt, mit ein bisschen Rot- oder Damwild als Wechselwild zwecks Ansprechübungen.

Unser Blick wendet sich dementsprechend schnell der scheinbar unendlichen Weite Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns zu: Trotz der Nähe der Bundeshauptstadt kämpfen beide Länder mit zunehmender “Entvölkerung”. Blühende Landschaften sind nur in einer Beziehung entstanden: Die Natur kann und macht sich hier breit. Jenseits des Berliner Speckgürtels sind keine wirtschaftlichen Boom-Zonen entstanden, Industrie gibt es hier kaum noch. Viele junge Menschen sehen hier keine Perspektiven mehr: Landwirtschaft, groß- und weitflächige Biosphären-Reservate, Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete. Vor allem die Natur hat eine Chance und durch den Wasserreichtum der Gegend auch das Wild. Und eben durch die einzigartige Natur und Artenvielfalt könnte sich die Gegend touristisch erschließen lassen, ohne ausreichend Reiz für Massentourismus zu bieten.

Wer sich um Berlin herum ein bisschen auskennt, weiss längst, welche Gebiete uns interessant erscheinen: Wir haben die Gebiete im Norden und Nordosten Berlins Prignitz, Oderbruch und Uckermark und das sich anschließende südliche Mecklenburg-Vorpommern ins Auge gefasst. Hier sagen sich nicht nur sprichwörtlich Fuchs und Hase gute Nacht. Fährt man durch die Dörfer, sieht man kaum Menschen und abends liegen viele Häuser im Dunklen. Einzigartig sind vor allem Natur und Wildbestände.
Die jagdlichen 1-A-Lagen sind auch hier für den Verein unerschwinglich. Wir brauchen jedoch für die Seminararbeit auch keine Trophäen-Träger und/oder Rot- bzw. Damwild-Kerngebiete, die hier, anders als irgendwo sonst in der Bundesrepublik, alles andere als selten sind.

Soweit in unserer Suche schon konkreter - wenn ein festes Lehrrevier irgendwo zu finden sein wird, dann hier - ist unser Lehrprinz und Seminarkoordinator Stefan inzwischen von der Bergstraße nach Brandenburg umgesiedelt und hat einen ersten Stützpunkt in Falkenberg (Mark) bezogen. Falkenberg, das einst den Berlinern als Sommerfrische galt, liegt eingebettet in die Hänge des Oderbruchs zwischen Bad Freienwalde und Eberswalde am Südrand der Schorfheide.
In der Oderniederung stehen jetzt im Januar/Februar/März die Rehe in Sprüngen von bis zu 15-20 Stücken zusammen. Direkt hinter dem Haus, das von Wiesen und Weiden umgeben ist, befinden sich zwei Fuchsbaue. Aus den Gebüschen am Bahndamm der nur noch einspurigen Bahnlinie zwischen Bad Freienwalde nach Eberswalde fliegen Fasane auf. Der Feldhase ist hier überall zu beobachten und die Spuren des Schwarzwildes, das häufig durch die bewaldeten Hänge des Oderbruchs zwischen Barnimer Hochplateau und Oderniederung wechselt, unübersehbar. Auch der Biber ist hier wieder heimisch und gibt sich als perfekter Helfer für die Jagdhundausbildung. Hinsichtlich der Wildvorkommen könnte Stefan an der fast perfekten Stelle für ein Lehrrevier angekommen sein. Genau das bräuchten wir; wenn sich hier irgendwo noch Rotwild für Ansprechübungen beobachten ließe, wäre alles perfekt.
Nachdem dieser erste Stützpunkt noch im Wesentlichen ohne gute Ortskenntnisse, ja mehr oder weniger über den blinden Fingerzeig auf die Landkarte, gefunden wurde, sind wir schon erstaunlich weit gekommen.

Es darf so weitergehen!

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Dez 28 2008

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Jahresrückblick

Die ersten Seminare als Kernarbeit des Lehrprinz e.V. wurden durchgeführt. Die Resonanz war groß, die Durchführung der Seminare erfolgreich und die Teilnehmer begeistert. Doch weist die Durchführung von Seminaren der Art - tolle, wechselnde Revier, optimale Jagdzeit, engagierte Jagdpächter und kompetente Seminarleitung - mehrere Schwächen auf, die es nach einem Jahr Arbeit des Lehrprinz e.V. zu beseitigen gilt.

Trotz aller Begeisterung und allem Engagements erwieß sich vor allem der zunächst als Vorteil angesehene Wechsel der Jagdreviere und die Festlegung auf enge Termine als Nachteil.
Zahlreiche Interessenten konnten schlicht zu den festgelegten und festzulegenden Terminen nicht zusagen.
Problematisch war zudem, dass auch für Stefan Fügner, als Lehrprinz und Seminarleiter, die Reviere nicht gänzlich unbekannt aber doch soweit fremd waren. Entscheidend für eine nachhaltige Bejagung von Revieren ist allerdings gerade eine solche umfassende Revierkenntnis.
Dieses Defizit konnte für die durchgeführten Seminare durch die engagierte Mitwirkung der jeweiligen Revierpächter, denen an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt sei, ausgeglichen werden.

Da wir aber die Seminare mehr Jungjägern - und nicht nur wenigen, die sich die festgelegten Seminartermine zeitlich einrichten können - ermöglichen wollen und auch vermitteln wollen, wie entscheidend Revierkenntnisse für eine nachhaltige und erfolgreiche Bejagung sein können, bedarf die Seminargestaltung einer neuen Ausrichtung:

Zum einen müssen die Seminare zeitlich flexibler gestaltet werden. Wir müssen also erreichen, dass sich Interessenten nicht für einen festgelegten Termin von wenigen Tagen in der bewegungsaktiven Zeit des Wildes entscheiden müssen, sondern tatsächlich die gesamte bewegungsaktive Zeit für Seminare zur Verfügung steht.
Zum anderen muss erreicht werden, dass alle an den Seminaren beteiligten Lehrprinzen über umfassende Revierkenntnisse verfügen.

Aus diesem Grund suchen wir nun ein festes Lehrrevier. Stefan Fügner, als Lehrprinz für alle Seminare, kann in diesem die für erforderlich erachteten Revierkenntnisse haben und wird dann vor allem die gesamte bewegungsaktive Zeit vor Ort sein. So können dann interessierte Jungjäger im gesamten Zeitraum der Hauptjagdzeiten - Bockjagd, Blattzeit und Herbst/Winter - das Seminarangebot des Lehrprinz e.V. mit einem Maximum an zeitlicher Flexibilität in Anspruch nehmen.
Im Übrigen würde ein festes Lehrrevier auch die Durchführung von Jagdhunde-Ausbildungsseminaren deutlich erleichtern.

Bleibt zu hoffen, dass wir schon zum Jagdjahr 2009/2010 ein geeignetes Lehrrevier finden werden und die Seminare dann in optimierter Form fortgesetzt werden können.

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