Archiv für die Kategorie 'Lehrrevier'

Jun 09 2009

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Stefan

Jagdhundeseminar für Nichtjäger und Erstlingsführer von Jagdhunden

Das Problem:

Viele Hundehalter führen Jagdhunde, ohne selbst Jäger zu sein. Auch zeigen viele Hunde, ohne als Jagdhundrasse erkennbar zu sein, einen starken Jagdtrieb. Jagdhunde und Jagdhundemischlinge sind von ihrer Herkunft Hochleistungshunde und benötigen deshalb eine dementsprechende Ausbildung und Beschäftigung.

Mit der Ausbildung solcher Hunde sind viele herkömmliche Hundeschulen nicht vertraut, ist doch die Jagdhundeausbildung mit der Ausbildung in der Hundeschule nicht vergleichbar. Viele Jagdhunde sind zudem in Hundeschulen nicht ausgelastet.

Hundeführer:
Das Seminar wendet sich an Nichtjäger, die Probleme bei der Erziehung ihres Jagdhundes oder Jagdhundmischlings haben und eine spezielle Hilfe beim Umgang und der Ausbildung eines Jagdhundes wünschen, sowie Jungjäger, die erstmalig einen Jagdhund führen und im aktiven Jagdbetrieb einsetzen wollen.

Das Seminar soll dem Seminarteilnehmer Hilfestellungen geben, später mit dem Hund selbst zu arbeiten. Im Seminar verliert der Hundeführer die Angst, bei der Ausbildung etwas falsch zu machen und erlernt die Kniffe und Tricks, die zur Erlernung des “Handwerks Jagdhundeausbildung” notwendig sind.

Der Seminarteilnehmer lernt, dass Konsequenz nichts mit Schmerz und Strafe zu tun hat, sondern absolut notwendig ist, um aus dem noch unerzogenen  Jagdhund einen führigen und vor allem verlässlichen Begleiter und Partner  zu machen.

Seminardauer: 1 Tag

Seminarablauf:

Vormittags:

Im ersten Teil des Seminars wird dem Hundeführer gezeigt, wie der Grundgehorsam bei einem Jagdhund eingearbeitet wird. Es wird erklärt, was der Jagdhundeausbilder unter dem Begriff  “Stubendressur” und “Durcharbeiten” versteht und warum der absolute Gehorsam für alle weiteren Übungen unumgänglich ist.

Durch den Wechsel von Phasen des Arbeitens und des Ruhens wird gezeigt, wie der Hund schnell beginnnt, sich völlig auf den Führer zu konzentrieren. Es wird gezeigt, welche Mittel man einsetzt, um den Hund zur Ruhe zu bringen, damit er sich auf das Arbeiten mit dem Hundeführer konzentriert.

Insbesondere das korrekte Einarbeiten des “Fußgehens”, die Leinenführigkeit, das Aufbauen des Dauerkontaktes zum Führer und das Ablegen des Hundes auf Distanz als Einstieg in weitere Arbeitsgebiete des Hundes werden gezeigt.  Hunde reagieren sehr unterschiedlich, wenn die Ablenkung gesteigert wird. Wieviele Schritte von der Stubendressur (ohne Ablenkung)  bis zum Gehorsam in Streßsituation (starke Ablenkung) notwendig sind, wird aufgezeigt.

nachmittags:

Am Nachmittag wird der richtige Umgang mit Feldleine (Schleppleine), Dummy und Apportierbock, sowie die Arbeit mit der Reizangel vorgestellt. Noch immer wird der Umgang mit den obigen Hilfsmitteln oft unsachgemäß und für die Erziehung des Hundes daher schädlich angewandt, was spätere Korrekturen notwendig macht.

Teilnehmer: 1 Person mit Begleitung

Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein solches Seminar nur als Einzelseminar sinnvoll ist.  Die notwendigen Kniffe und Tricks beizubringen, die zudem auf jeden Hund individuell abgestimmt werden müssen, machen eine individuelle Betreuung einer Einzelperson mit dem eigenen Hund notwendig.

Ort des Seminars:

Das Seminar findet im Lehrrevier des Jagdvereins Lehrprinz e.V. in 16248 Liepe/Brandenburg statt. Das Lehrrevier befindet sich ca. 60 km nordöstlich von Berlin und ist über die A 11 Abfahrt Finowfurt/ Eberswalde zu erreichen.

Unterbringung:

Für von weither Anreisende bieten wir den Seminarurlaub mit dem Jagdhund” an.  Für Seminarteilnehmer aus dem Raum Berlin ist das Lehrrevier in ca. 1 1/2 Stunden von Berlin zu erreichen.

Preis:

140,00 Euro

Veranstalter:

Jagdverein Lehrprinz e.V.  Lehrrevier Brandenburg

Am Bahnhof 3    16259  Falkenberg/Mark

Tel.:033458/ 64247  Mobil 0178/6141856

email: jagdblog@gmail.com

Seminarleitung:

Stefan Fügner

Anmeldung:

Zur Anmeldung zwecks Terminabspache wenden Sie sich bitte an obige Vereinsadresse.

Berichte von Seminarteilnehmern und Nichtjägern mit Jagdhunden:

Weimaraner in Nichtjägerhänden -eine Gradwanderung

Gehorsam am Wild- Melf´s langer Weg zum führigen Begleithund

Konzentrationsübung als Einstieg in die Arbeit am Gehorsam

Erfolg nach 10 Monaten mühsamer Ausbildungsarbeit

Mein Tag beim Jagdhundausbilder

Zwangsapport mal anders

Literatur:

Homepage der Buchatorin Sabine Middelhaufe:”“Jagdhund ohne Jagdschein”


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Apr 27 2009

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Claudia

Morgenimpressionen aus dem Lehrrevier

Abgelegt unter Allgemein, Lehrrevier

Längst ist das Nieder-Oder-Bruch aus dem Winterschlaf erwacht. Der 1.Mai - und somit der Beginn der Bockjagd - steht unmittelbar vor der Türe. Man muss bereits früh aufstehen, um den Sonnenaufgang zu erleben. Bei schönem Wetter wird jedoch selbst der Langschläfer trotz dieser für ihn ungnädigen Zeit mit wunderbaren Eindrücken entschädigt.

Morgenrot
Wenn der Morgen erwacht, steigt im Osten ein dunkles Rot auf.

Morgenrot über dem Oder-Havel-Kanal
Wildschwäne fliegen mit lautem Krachen auf dem Oder-Havel-Kanal ein oder steigen auf.

Sonnenaufgang
Langsam erscheint die Sonne am Horizont.

SonnenaufgangII
Die ersten Rehe haben wir schon entdeckt: Vier standen direkt am Dorfrand von Liepe; wenige hundert Meter weiter im Revier angekommen, entdecken wir erst einen, dann den zweiten Bock.

Morgenimpression
Das Auto abgestellt, liegt das Revier nun in vollkommener Ruhe vor uns.

Ajax betrachtet indigniert den gebrochenen Holmen der Leiter
Als wir an der angestrebten offenen Kanzel ankommen, müssen wir feststellen, dass die Leiter ganz entschieden renovierungsbedürftig ist. Ajax betrachtet indigniert den gebrochenen Holmen. Diverse Revierarbeiten müssen noch erledigt werden.

Erster Bock an der Honecker-Kanzel
Aber keine hundert Meter weiter ragt vor uns die so genannte Honecker-Kanzel auf. Die Gerüchte besagen, dass Honecker auf dieser gesessen haben soll. Bekannt ist auch, dass dieser begeisterter Jäger war. Da allerdings hier in fast jedem Revier eine “Honecker-” oder “Mielke-Kanzel” steht, ist es wohl näherliegend anzunehmen, dass diese Bezeichnung eher eine Kanzelbauart beschreibt: Besonders hoch, besonders komfortabel, mit Balkönchen ….. . Kaum ist Ajax abgelegt und sitzen wir, kommt ein Bock von Westen auf die Kanzel zu. Er scheint uns weder gesehen, noch gehört zu haben, wie sich das gehört.

Nun zwei Ricken und ein stattlicher Bock
Als zwei beschlagene Ricken in Begleitung eines stattlichen Bockes auftauchen, sucht unser erster Bock das Weite

Nun zwei Ricken und ein stattlicher Bock II
Auch diese drei entdecken uns nicht. Nach kurzer Zeit beginnen die Ricken zu äsen, vom Bock ist nur noch das Haupt zu sehen.

Im Westen Niederfinow
Da wir ohne Waffe unterwegs sind und beide Böcke für die Bockjagd ab 1. Mai zu stattlich sind, bleibt Zeit, sich umzusehen. Nach Westen haben wir Aussicht auf das von der Sonne beschienene Niederfinow ….

Im Osten Bralitz
…. in Richtung Ost-Süd-Ost entdecken wir den Kirchturm von Bralitz.

Ajax pinst
Auch der Hund hat Witterung von unseren drei Rehen bekommen und pinst. Mit seiner Standruhe ist es noch nicht wirklich weit her und es muss noch kräftig geübt werden. Am 1. Mai wird er wohl oder übel im Auto bleiben müssen. Zum Glück haben sich die Rehe nicht beunruhigen lassen. Als wir nach einer Stunde vom Hochsitz herabsteigen, schaut uns Ajax mit erwartungsfrohem Blick leise vorwurfsvoll entgegen.

Schilfgürtel wird umrundet
Nachdem wir auf dem Rückweg noch einmal kurz den Schilfgürtel umrundet haben - hier haben sich in der vergangenen Nacht eindeutig Sauen getummelt -, …..

Schwan auf Graben
können wir nun zum Abschluss noch einen Schwan beobachten, der einer Fregatte gleich den Bachlauf entlangsegelt.

Pekingenten in Sanssouci
Diese hübschen Tierchen sieht man im Nieder-Oder-Bruch eher seltener und um so häufiger im Schlosspark Sanssouci

Ajax in Sanssouci auf Pekingentenjagd
Und Ajax darf im Revier auch das nicht so einfach machen. In Sanssouci war das Pekingentenpaar nicht eben begeistert von der auf sie veranstalteten Jagd und flogen empört auf.

Ajax hinterm Steuer
Dafür darf sich Ajax, nachdem er das Fahrradfahren auch schon gelernt hat, ab und an am Autosteuer probieren.

Es war ein durch und durch gelungener Morgen und das frühe Aufstehen hat sich in jedem Falle gelohnt.

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Apr 11 2009

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Seminarblock: “Jährlingsabschuss” 1. bis 31. Mai 2009

Das Jagdjahr hat eben begonnen. Ab 1. Mai steht zunächst in Rehwildrevieren die Bockjagd an, so auch im Lehrrevier des Lehrprinz e.V. im Niederoderbruch.

Standen die Rehe in den vergangenen Monaten teilweise in Sprüngen von 20 Stücken zusammen, separieren sich auch die Böcke. Vor allem die Böckchen des letzten Jahres werden auf ihrer Suche nach einem eigenen, ruhigen Einstand von den Standhaltern durch die Gegend gejagt. Begünstigt durch die Unruhe kann den gesamten Mai hindurch der Abschuss in der Jungendklasse erfüllt werden.

In dieser Zeit - vom 1. Mai bis 31. Mai 2009 - bietet der Jagdverein Lehrprinz e.V. - erstmals im eigenen Lehrrevier - den Seminarblock “Jährlingsabschuss” an.
In einwöchigen Seminareinheiten erhalten Jungjäger Gelegenheit zur jedes Jahr von Jägern sehnsüchtig erwarteten Bockjagd.

Weitere Informationen zu dem Konzept des Seminarangebots sind hier zu finden.
Das konkrete Seminarprogramm für den Mai 2009 erscheint in Kürze auf dieser Seite. Interessenten können es jedoch jetzt bereits bei

Stefan Fügner
Am Bahnhof 3, 16259 Falkenberg (Mark)
Tel. 033458/64247 oder 0178/6141856
jagdblog@gmail.com

erfragen.
Auch eine vorhergehende Revierbesichtigung ist möglich.

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Apr 08 2009

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Claudia

Der erste Lehrprinz

Abgelegt unter Lehrprinzen, Lehrrevier

Stefan Fügner ist der erste Vorsitzende des Jagdvereins Lehrprinz e.V., Ideengeber und Initiator der Jungjägerseminare.

Der erste Lehrprinz im eigentlichen Sinne ist jedoch der Beständer des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Liepe, Dr. Wolfgang Lipps.
Denn er stellt den Jagdbogen Liepe II für die Jungjägerseminare und die Jungjäger- und Hundeausbildung zur Verfügung und wird die Jungjägerseminare aktiv begleiten.

Der Beständer
Der Beständer Dr. Wolfgang Lipps (Foto Dr. W. Lipps)

Dr. Lipps, der im nahen Berlin Rechtsanwalt ist, ist Autor des Kommentars zum Brandenburgischen Landesjagdgesetz (Verlag Neumann-Neudamm) und zahlreicher jagdlicher und jagdrechtlicher Fachartikel. Er war lange Jahre Dozent für Jagdrecht an der Forsthochschule in Eberswalde. Für seine Revierführung wurde ihm die Hegemedaille des Landesjagdverbandes Brandenburg verliehen.

Dr. Lipps mit zwei Deutsch Drahthaar
Dr. Lipps führt den Deutsch-Drahthaar-Rüden Ares (Foto Dr. W. Lipps)

Herr Dr. Lipps wird Jungjäger vor allem im nördlichen Revierteil führen. Dort besteht die Gelegenheit, das Ansprechen von Rotwild und anderer Wildarten zu üben.

Im nördlichen Teil liegt auch das Lieper Vorwerk. Auf diesem ist eine professionell Wildkammer ausgerüstet worden. Dr. Lipps ist als Lebensmittelunternehmer bei der Kreisveterinärbehörde in Eberswalde als Wildbret vermarktender Betrieb gelistet. In dieser Wildkammer werden die Seminarteilnehmer mit Unterstützung Herrn Dr. Lipps’ und seiner Partner in die waid- und hygienegerechte Versorgung des Wildbrets eingewiesen werden.

Auf dem Landhof Liepe betreibt Dr. Lipps mit Jagdfreunden zudem ein Laser-Schießkino. In diesem besteht insbesondere die Möglichkeit, mit der freien Pistole und der Flinte zu trainieren. Die Räumlichkeit eignet sich aber auch für Lehrveranstaltungen und die Aufführung von Lehrfilmen.

Hier oder im Lieper Vorwerk wird Herr Dr. Lipps an den Wochenenden in gemütlicher Runde Lehrveranstaltungen für den Jagdverein Lehrprinz e.V. abhalten:

- Waffenrecht in der Praxis, insbesondere Besitzen, Überlassen, Führen und Transportieren sowie Aufbewahren von Waffen und Munition;
- Wildbrethygiene und Hygienerecht sowie Recht der Wildvermarktung;
- Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Gesellschaftsjagden;
- Ordnungsgemäße Abschussplanung
u.a.m.

Wir danken Herrn Dr. Lipps auch auf diesem Wege herzlich für diese weitreichende Unterstützung.

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Mrz 28 2009

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Ein Lehrrevier in der Schorfheide

Gesucht und gefunden! Dem Jagdverein steht pünktlich zum neuen Jagdjahr ein Lehrrevier zur Verfügung.
Am südlichen Rand der Schorfheide im Niederoderbruch sind wir kaum 10 km von Falkenberg entfernt fündig geworden.
Es lässt sich zweifellos darüber streiten, ob und welche Portion Glück oder Schicksal unsere Suche nach einem Lehrrevier begleitete und kaum mehr als einen Steinwurf von Falkenberg entfernt zum Erfolg führte.

Falkenberg liegt schon am Südrand der Schorfheide in den Oderbruch eingebettet. Von den einzigartigen Wildvorkommen war auch schon berichtet worden. Fährt man nun am Rande der Oder-Niederung entlang, am historischen Schiffshebewerk in Niederfinow vorbei und folgt man weiter der Bruchkante gen Osten, erreicht man nach den Grenzhäusern Chorin den Ort Liepe.
Hier treffen Oder-Havel-Kanal und Finowkanal aufeinander. Die oberhalb durchs Dorf verlaufende Straße bildet die Grenze zwischen zwei Landschaften, wie sie kaum gegensätzlicher sein könnten. Oberhalb Liepes steigen die Hänge in eng bestandene Wälder der Schorfheide an. Unterhalb, nach Süden hin öffnet sich jenseits des Kanals die unendliche Weite der Niederung von Oder und Finow.

Die Schorfheide mit Hochwäldern und Erlenbrüchen, in denen Kraniche nisten, ist bekannt für seine Wildbestände und Jagdhistorie, wenn sie nicht für letztere berühmt berüchtigt ist. Hier gingen die preußischen Kurfürsten und Könige und auch der letzte deutsche Kaiser zur Jagd. Hier richtete der Reichsjägermeister Hermann Göring ein feudales Jagdrefugium ein und hier befriedigten auch die Größen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands SED in DDR-Zeiten ihr Bedürfnis nach feudaler Grossherrlichkeit.
Auch wenn ein starker Hirsch sich kaum in die Oder-Niederung begeben wird, ist die Oder-Niederung jagdlich nicht minder interessant. Denn hier tummeln sich Rehe und Sauen, die in Wiesen, Weiden und Schilfgürteln zahlreicher natürlicher und von Menschenhand angelegter Wasserläufe optimale Lebensbedingungen finden.
In Liepe befinden wir uns unmittelbar auf der Grenze dieser beiden Gebiete, von denen jedes auf seine Art in Vegetation und Artenvielfalt einzigartig ist. Und in Liepe stehen wir inmitten des neuen Lehrreviers für den Lehrprinz e.V.:
Rot- und Damwild sowie Sauen in der Schorfheide, aber vor allem Reh und Schwein im Niederoderbruch.

Wir haben für den Lehrprinz ein Lehrrevier gefunden, das gerade seiner Zweiteilung wegen optimal ist.

Das Lehrrevier des Jagdvereins Lehrprinz e.V. in Liepe

Schiffshebewerk
Foto Dr. W. Lipps: In Sichtweite: Das Schiffshebewerk in Niederfinow

Das Lehrrevier umfasst den gemeinschaftlichen Jagdbezirk des Dorfes 16248 Liepe. Es liegt auf der Grenze zwischen der Schorfheide und der Uckermark im Niederoderbruch. Das ist etwa 10 km südlich von Chorin, direkt an der Oder und am Oder-Havel-Schifffahrtskanal. Das Dorf und die Straße von Eberswalde nach Oderberg teilen das rund 881 ha große Revier in zwei unterschiedliche Jagdbögen, Liepe I und Liepe II.

Kolbenhirsche im Mai
Foto Dr. W. Lipps, Kolbenhirsche im Mai

Die durchschnittliche Jahresstrecke beträgt rund 30 Stück Rehwild, über 40 Sauen und, im Rahmen eines Gruppenabschussplanes mit benachbarten Revieren, bis zu 4 Stück Rotwild. Auch Raubwild - u. a.Fuchs, Dachs, Marderhund, Waschbär - ist reichlich vorhanden. Besonders ergiebig ist die Jagd auf Enten……

Eine ausführliche Beschreibung ist oben ständig unter Lehrrevier zu finden.

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Mrz 10 2009

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Auf der Suche nach einem Lehrrevier

Abgelegt unter Lehrrevier

Es war bereits angekündigt worden: Wir suchen ein festes Lehrrevier für den Jagdverein Lehrprinz. Das ist keineswegs so einfach wie es scheint. Es muss schließlich für die Belange der Seminare geeignet, irgendwie für die Seminarteilnehmer erreichbar und nicht zuletzt auch erschwinglich sein.

Die Suche beginnt mit einer geographischen Sondierung. Schnell führt die Suche fort aus den westdeutschen Ballungsgebieten und den von dort aus gut erreichbaren, aber begehrten Revieren in Hunsrück, Eifel, Taunus oder Sauerland: Zu große Nachfrage, zu kleine Reviere, zu wenig Schalenwild, das wir für Seminarzwecke brauchen. Zwar wird zu Jahresbeginn in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen über Probleme bei der Widschweinbejagung berichtet - Wildschweinplage, Gefahr der Schweinepest und Kirrungsexperten - und wäre eine konsequente und teilweise auch revierübergreifende Bejagung der Schwarzkittel gefordert, wäre der Lehrprinz in solchen Revieren zu einseitig auf das Schwarzwild ausgerichtet und wohl auch zu stark mit ausschließlichen Problemen der Schwarzwildbejagung gefordert.
Auch die reinen Niederwildreviere mit starken Rebhuhn-, Fasan- oder Hasenbesätzen und dementsprechend notwendigen Hegebemühungen gehen von der Eignung eher an den zu Grunde gelegten Voraussetzungen an ein Revier für den Lehrprinz vorbei.

Letztlich suchen wir ein Revier mit starken Reh- und Schwarzwild-Vorkommen, abwechslungsreich durch die grundsätzlich vorhandene Artenvielfalt, mit ein bisschen Rot- oder Damwild als Wechselwild zwecks Ansprechübungen.

Unser Blick wendet sich dementsprechend schnell der scheinbar unendlichen Weite Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns zu: Trotz der Nähe der Bundeshauptstadt kämpfen beide Länder mit zunehmender “Entvölkerung”. Blühende Landschaften sind nur in einer Beziehung entstanden: Die Natur kann und macht sich hier breit. Jenseits des Berliner Speckgürtels sind keine wirtschaftlichen Boom-Zonen entstanden, Industrie gibt es hier kaum noch. Viele junge Menschen sehen hier keine Perspektiven mehr: Landwirtschaft, groß- und weitflächige Biosphären-Reservate, Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete. Vor allem die Natur hat eine Chance und durch den Wasserreichtum der Gegend auch das Wild. Und eben durch die einzigartige Natur und Artenvielfalt könnte sich die Gegend touristisch erschließen lassen, ohne ausreichend Reiz für Massentourismus zu bieten.

Wer sich um Berlin herum ein bisschen auskennt, weiss längst, welche Gebiete uns interessant erscheinen: Wir haben die Gebiete im Norden und Nordosten Berlins Prignitz, Oderbruch und Uckermark und das sich anschließende südliche Mecklenburg-Vorpommern ins Auge gefasst. Hier sagen sich nicht nur sprichwörtlich Fuchs und Hase gute Nacht. Fährt man durch die Dörfer, sieht man kaum Menschen und abends liegen viele Häuser im Dunklen. Einzigartig sind vor allem Natur und Wildbestände.
Die jagdlichen 1-A-Lagen sind auch hier für den Verein unerschwinglich. Wir brauchen jedoch für die Seminararbeit auch keine Trophäen-Träger und/oder Rot- bzw. Damwild-Kerngebiete, die hier, anders als irgendwo sonst in der Bundesrepublik, alles andere als selten sind.

Soweit in unserer Suche schon konkreter - wenn ein festes Lehrrevier irgendwo zu finden sein wird, dann hier - ist unser Lehrprinz und Seminarkoordinator Stefan inzwischen von der Bergstraße nach Brandenburg umgesiedelt und hat einen ersten Stützpunkt in Falkenberg (Mark) bezogen. Falkenberg, das einst den Berlinern als Sommerfrische galt, liegt eingebettet in die Hänge des Oderbruchs zwischen Bad Freienwalde und Eberswalde am Südrand der Schorfheide.
In der Oderniederung stehen jetzt im Januar/Februar/März die Rehe in Sprüngen von bis zu 15-20 Stücken zusammen. Direkt hinter dem Haus, das von Wiesen und Weiden umgeben ist, befinden sich zwei Fuchsbaue. Aus den Gebüschen am Bahndamm der nur noch einspurigen Bahnlinie zwischen Bad Freienwalde nach Eberswalde fliegen Fasane auf. Der Feldhase ist hier überall zu beobachten und die Spuren des Schwarzwildes, das häufig durch die bewaldeten Hänge des Oderbruchs zwischen Barnimer Hochplateau und Oderniederung wechselt, unübersehbar. Auch der Biber ist hier wieder heimisch und gibt sich als perfekter Helfer für die Jagdhundausbildung. Hinsichtlich der Wildvorkommen könnte Stefan an der fast perfekten Stelle für ein Lehrrevier angekommen sein. Genau das bräuchten wir; wenn sich hier irgendwo noch Rotwild für Ansprechübungen beobachten ließe, wäre alles perfekt.
Nachdem dieser erste Stützpunkt noch im Wesentlichen ohne gute Ortskenntnisse, ja mehr oder weniger über den blinden Fingerzeig auf die Landkarte, gefunden wurde, sind wir schon erstaunlich weit gekommen.

Es darf so weitergehen!

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Dez 28 2008

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Jahresrückblick

Die ersten Seminare als Kernarbeit des Lehrprinz e.V. wurden durchgeführt. Die Resonanz war groß, die Durchführung der Seminare erfolgreich und die Teilnehmer begeistert. Doch weist die Durchführung von Seminaren der Art - tolle, wechselnde Revier, optimale Jagdzeit, engagierte Jagdpächter und kompetente Seminarleitung - mehrere Schwächen auf, die es nach einem Jahr Arbeit des Lehrprinz e.V. zu beseitigen gilt.

Trotz aller Begeisterung und allem Engagements erwieß sich vor allem der zunächst als Vorteil angesehene Wechsel der Jagdreviere und die Festlegung auf enge Termine als Nachteil.
Zahlreiche Interessenten konnten schlicht zu den festgelegten und festzulegenden Terminen nicht zusagen.
Problematisch war zudem, dass auch für Stefan Fügner, als Lehrprinz und Seminarleiter, die Reviere nicht gänzlich unbekannt aber doch soweit fremd waren. Entscheidend für eine nachhaltige Bejagung von Revieren ist allerdings gerade eine solche umfassende Revierkenntnis.
Dieses Defizit konnte für die durchgeführten Seminare durch die engagierte Mitwirkung der jeweiligen Revierpächter, denen an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt sei, ausgeglichen werden.

Da wir aber die Seminare mehr Jungjägern - und nicht nur wenigen, die sich die festgelegten Seminartermine zeitlich einrichten können - ermöglichen wollen und auch vermitteln wollen, wie entscheidend Revierkenntnisse für eine nachhaltige und erfolgreiche Bejagung sein können, bedarf die Seminargestaltung einer neuen Ausrichtung:

Zum einen müssen die Seminare zeitlich flexibler gestaltet werden. Wir müssen also erreichen, dass sich Interessenten nicht für einen festgelegten Termin von wenigen Tagen in der bewegungsaktiven Zeit des Wildes entscheiden müssen, sondern tatsächlich die gesamte bewegungsaktive Zeit für Seminare zur Verfügung steht.
Zum anderen muss erreicht werden, dass alle an den Seminaren beteiligten Lehrprinzen über umfassende Revierkenntnisse verfügen.

Aus diesem Grund suchen wir nun ein festes Lehrrevier. Stefan Fügner, als Lehrprinz für alle Seminare, kann in diesem die für erforderlich erachteten Revierkenntnisse haben und wird dann vor allem die gesamte bewegungsaktive Zeit vor Ort sein. So können dann interessierte Jungjäger im gesamten Zeitraum der Hauptjagdzeiten - Bockjagd, Blattzeit und Herbst/Winter - das Seminarangebot des Lehrprinz e.V. mit einem Maximum an zeitlicher Flexibilität in Anspruch nehmen.
Im Übrigen würde ein festes Lehrrevier auch die Durchführung von Jagdhunde-Ausbildungsseminaren deutlich erleichtern.

Bleibt zu hoffen, dass wir schon zum Jagdjahr 2009/2010 ein geeignetes Lehrrevier finden werden und die Seminare dann in optimierter Form fortgesetzt werden können.

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