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Dez 31 2011

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Seminar: Jagdbetriebslehre einmal anders

Seminarausschreibung Jagdbetriebslehre

Problemstellung:

Begehungsscheininhaber und Revierpächter – Zwei Welten prallen aufeinander

Kaum ein Thema berührt die Jäger an Stammtischen und in Internetforen so sehr, wie die Kosten eines entgeltlichen Begehungsscheins. Doch auch der unentgeltliche Begehungsschein wird mit zahlreichen Leistungen, wie zu erbringende Revierarbeiten und der Wildbretübernahme geschmückt, sodass schnell erkennbar wird, dass es keine kostenlosen Jagdmöglichkeiten gibt.

Doch was ist eine Jagdmöglichkeit ob gegen Hegebeitrag oder gegen Mithilfe wert?

Und wie ermittelt man den Wert eines Begehungsscheins?


Lösungsansatz:

Jagdbetriebslehre einmal anders

Sucht man unter dem Begriff der Jagdbetriebslehre in der Fachliteratur, so liest man viel über die Organisation von Jagdveranstaltungen und es gibt Anleitungen zum Bau von Reviereinrichtungen.

Doch welche Kosten fallen neben der Pacht und dem Wildschaden im Laufe eines Jahres an?

Welche Kosten ergeben sich aus den in den letzten Jahren geänderten Verpflichtungen aus Tierschutz (Hundeführer) und Hygiene (Bau und Unterhaltung einer Wildkammer) ?

Was kostet nicht nur der Bau, sondern auch die Pflege der Reviereinrichtungen unter Zugrundelegung der Unfallverhütungsvorschriften?

Das Institut für Jagd Umwelt und Naturschutz (Juni) und der Jagdverein Lehrprinz e.V. haben über mehrere Jahre alle Kosten der Revierbewirtschaftung zusammengetragen und in die Kostenstellen

Revierfahrzeug

Jagdleitung

Bau von Reviereinrichtungen

Pflege bestehender Reviereinrichtungen

Jagdhof

Wildbergung und – versorgung einschl. Kühlkammer

Wildvermarktung

gegliedert.

Die genauen Daten wurden im Forschungs- und Lehrrevier Liepe/Brandenburg gewonnen, dass mit einer Fläche von fast 1.000 ha und 100 Stück erlegtem Schalenwild professionell bewirtschaftet wird.

Das Revier hat sowohl zahlende Jagdgäste, als auch Jäger, die sich durch Mithilfe im Revier ihre Jagdmöglichkeit erarbeiten. Durch eine Erfassung der Arbeitsstunden und der Kosten der gewerblich tätigen Unternehmer, die Reviereinrichtungsarbeiten erbringen, konnten in den letzten Jahren sehr genaue Kenntnisse erworben werden, mit welchen Kosten ein Jagdpächter rechnen muss, um ein Jagdrevier so zu führen, dass er den Anforderungen des Tierschutzes, der Hygiene und der Unfallverhütung voll gerecht wird.


Vorteile für Jagdgast und Revierpächter:

Darstellung der Kosten schafft Vertrauen auf beiden Seiten

Erst durch die Ermittlung der Jagdbetriebskosten und die Unterteilung in Kostenstellen konnte ermittelt werden, welchen Beitrag der Jagdgast in Form eines Geldbetrages oder in Form von Arbeitsstunden zu erbringen hat, um das Revier in einem dauerhaft ordnungsgemäßen Zustand zu halten. Der Jagdgast hat die Möglichkeit, in einem professionell betreuten Revier die Jagd auszuüben. Dabei ist es gleichgültig, ob er dafür bezahlt oder Arbeitsstunden erbringt.

Seminarinhalt

Professionelles Jagdmanagement im Lehr- und Forschungsrevier Liepe

1 Tag: Begrüßung der Seminarteilnehmer

Am Freitag findet die Begrüßung der Seminarteilnehmer im Jagdkeller des Rosencafe statt. Bei einem zünftigen Jagdessen in lockerer Atmosphäre können sich die Seminarteilnehmer über das bevorstehende Seminar bei den Seminarleitern Dr. Wolfgang Lipps (Jagdpächter) und Stefan Fügner (Jagdleiter) über das Lehr- und Forschungsrevier informieren.

Die Verköstigung über die Dauer des Seminars übernimmt der Verein „Besser leben auf dem Lande Lieper Vorwerk e.V.

2. Tag: Vorstellung „Was ist professionelles Jagdmanagement?“

Vormittags referiert Dr. Wolfgang Lipps über die Entwicklung des Lehr- und Forschungsreviers und gibt einen Rückblick auf 20 Jahre Pächterschaft. Er zeigt auf, welche Gründe (Hygienerecht, Tierschutzrecht, Naturschutzrecht, Sicherheit im Jagdablauf) dafür sprachen, das Revier einer professionellen Bewirtschaftung zu unterwerfen.

Des weiteren zeigt er auf, wie wichtig die Erstellung von Abschussplänen ist, um eine Jagd zu bewirtschaften.

Nachmittags gibt Jagdleiter Stefan Fügner Einblick in die Kostenstruktur des 970 ha großen Lehr- und Forschungsrevier. Die Kosten sind so gegliedert, dass sie sich an der Reviergröße und an den Abschussplänen bzw. Streckenergebnissen orientieren und somit auch auf andere Reviere übertragbar sind.

Danach zeigt er auf, wie bedeutsam eine professionelle Jagdleitung für die Sicherheit der Jagd bei einem hohen Anteil an Gastjägern ist. Insbesondere wird die Bedeutung des Jagdleiters bei Nichtanwesenheit des Jagdpächters als dessen Stellvertreter aufgezeigt, um für die Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen bei der Ausübung der Jagd zu sorgen.

3. Tag: Revierbesichtigung des Lehr- und Forschungsreviers Liepe

Mit den reviereigenen Geländewagen findet nach einem ausgiebigen Frühstück eine Revierbesichtigung unter Leitung der beiden Referenten statt. Hierbei besichtigen die Seminarteilnehmer nicht nur einen Teil der 55 Reviereinrichtungen. Auch die reviereigene Kühlkammer und der Jagdhof mit der dazugehörigen Hochsitzwerkstatt werden gezeigt.

Das Seminar klingt mit einem gemeinschaftlichen Mittagessen im Rosencafe aus, bei dem noch weitere Fragen zum Lehrrevier und den gewonnenen Eindrücken beantwortet werden.


Die Referenten:

Seit Jahrzehnten Erfahrungen in der Revierbewirtschaftung

Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Lipps ist als anerkannter Jagd­rechtler (Autor von: „Jagdrecht in Brandenburg“ im Verlag Neumann-Neudamm, langjähriger Dozent für Jagdrecht an der HNE Hochschule für nachhaltige Entwicklung – früher Forsthochschule – in Eberswalde, Mitglied im „Deutschen Jagdrechtstag“) und seit fast 20 Jahren Pächter des gemeinschaftlichen Jagdreviers Liepe. Er wurde für seine Verdienste um die Jagd mit der brandenburgischen Hegemedaille ausgezeichnet.

Stefan Fügner ist seit 2 Jahren Jagdleiter im Lehr- und Forschungsrevier. Seit seinem 16. Lebensjahr ist er Jäger in der 2. Generation. Vor seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Berufsjäger war er über 10 Jahre als freier Revisor und Controller in der Industrie tätig. Die aus dieser Zeit gewonnenen Kenntnisse führten dazu, auch für die Jagd ein kostenorientiertes Management zu entwickeln.


Seminartermine:

1.Seminar:

Anreise Freitag, 17.2.2012 bis Sonntag, 19.2.2012

2. Seminar:

Anreise Freitag, 16.3.2012 bis Sonntag, 18.2.2012

Kosten des Seminars:

In den Seminarkosten ist die Unterbringung und Verköstigung über die Dauer des Seminars enthalten.

Seminarteilnehmer, die frühzeitig am Freitag anreisen, können an einer Ansitzjagd teilnehmen. Ebenso ist die Teilnahme an einer Ansitzjagd am Sonntag nach dem Mittagessen möglich.

Seminarkosten pauschal 770,00 Euro

Wir würden uns freuen, Sie in unserem Lehr- und Forschungsrevier in Liepe begrüßen zu dürfen.

Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Lipps, Geschäftsführer des Instituts für Jagd, Umwelt und Naturschutz

Revierleiter Stefan Fügner, 1. Vorsitzender des Jagdverein Lehrprinz e.V.


Weitere Informationen zum Seminarablauf erhalten Sie bei Stefan Fügner Mobil 0178 614 18 56 oder unter seiner Festnetznummer 033458 64247

Buchungen richten Sie bitte an:

Institut für Jagd Umwelt und Naturschutz

Herrn Dr. Wolfgang Lipps

Neue Parsteiner Str.3 (Lieper Vorwerk)

16248 Liepe/Brandenburg

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Mai 02 2011

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Wildseminar am 28.5.2011 auf dem Lieper Vorwerk

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Oberhalb des Dorfes Liepe/Barnim auf der Höhe der Endmoräne erstreckt sich eine große Feldmark, durchzogen von Knicks, Buschgruppen, Wäldchen und mit kleinen Seen, zurückgelassen von den Gletschern der Eiszeit. Umgeben ist die Feldmark von dichten Hoch- und Mischwäldern, Buschwäldern und am Südhang mit Akaziengestrüpp. Nachts zieht das Rotwild seine Fährte. Sauen stecken in den Schilfrändern und in den umgebenden Wäldern und suchen die Felder heim. Rehwild hat zahlreiche Reviere im Feld und Gehölz. Kraniche brüten nebenbei, Seeadler jagen über das Land. Kolkraben, Wildtauben, Reiher, Störche und zahlreiche, teils sehr seltene Vögel geben sich ein Stelldichein. Fuchs, Dachs, Marder, Iltis, Hermelin, Wiesel, Waschbären und Marderhunde leben hier.

Kurzum, ein Jagdrevier, wie es sich ein Jägerherz nur wünschen kann!

Aber nicht nur das Jägerherz findet hier seine Freude….

Mit unserem Wildseminar möchten wir Ihnen, auch wenn Sie keine Jäger sind

- und gerade dann - neue und unbekannte Einblicke in das „edle deutsche Weidwerk“ ermöglichen. Lassen Sie sich überraschen, wie anregend, aufregend und interessant die Jagd sein kann.

Sie werden erfahren, warum man jagt und wie wichtig die Jagd für den Erhalt unserer Kulturlandschaft ist; vor allem aber werden wir Ihnen die Wildküche in allen Aspekten näherbringen.

Sie werden im Verlauf des Seminars erfahren, schmecken, kosten, anfassen und „mitnehmen“, dass Wild ein ganz besonderes und wunderbares, allerdings mit vielen Vorurteilen behaftetes Produkt ist, die, wie meistens bei Vorurteilen, fast vollständig falsch sind.

Wir laden Sie ein zum

Wildseminar

am Sonnabend, den 28.Mai 2011, um 14.00 Uhr

„Lieper Vorwerk“

in 16248 Liepe, Neue Parsteiner Straße 3

Bitte verbindliche Anmeldung bis zum 14. 05. 2011 unter 033362/70196 (M. Wätzig) oder alipps@dr-lipps.de wird gebeten. Preis 25,- Euro alles inklusive. Max. 30 Personen.

Wir freuen uns auf Sie

Astrid Lipps, Marlen Wätzig und Claudia Wilms-Fügner

Weitere Informationen zum Thema Wildseminare

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Jan 06 2011

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Auf Sauen in Liepe

von Stefan Habermann


Die Jagd in der Schorfheide, genauer gesagt in Liepe ist mir seit dem vergangenen Frühjahr an´s Herz gewachsen.

Die Naturvielfalt aus Hochwald, Feldern und Wiesen und dazu das Bruch als teils sich selbst überlassenem und landwirtschaftlich genutzten Land ist schon eine Einmaligkeit für sich. Dazu herzliche Gastgeber und günstige Unterkünfte - was will man mehr.

Beim letzten Mal verließen wir, meine Frau, ich sowie Kurt unser Terrorterrier und Kleo unsere DK- Jagdgebrauchshundanwärterin Liepe mit einem erlegten Dachs und einem Frischling, der sehr wohl als „Halbes Schwein auf Toast” taugen könnte.

„Seht zu, das ihr den Oktobermond mitbekommt” sagte Stefan zum Abschied.

Nun war ich zwar alleine da, aber Anblick sollte ich für Drei bis Viele haben .

Von Anfang: Freitag -Wir wollen um vier nachmittags raus- schaffst du das? Klar, kein Problem. War meine Antwort auf Stefan´s Frage, was sich als falsch herausstellte, A24-Stau und Polnische Mautsparer ließen mich erst eine Stunde später ankommen. Folglich nicht das Quartier beziehen, sondern gleich auf den Ansitz.

“Du gehst in die Seggebuchte, da ist Rotwild - vorher zeige ich dir noch die Sitze für den Frühansitz, fahr mal hinterher.”

Stefans Anweisung und seinem Auto folgend wurden mir drei Möglichkeiten zur freien Wahl gestellt -Du kennst dich ja schon gut aus hier- so Stefans Worte.

Die Terrassenkanzel an der Seggebuchte kannte ich gut, denn hier hatte ich schon mehrfach, wenn auch mit wenig Erfolg, gesessen. 17 Uhr, Kurt und ich richteten uns also häuslich ein, zum Sonnenuntergang war ja noch Zeit.

Acht Stücke Rehwild auf fünfhundert Meter - das fängt ja an wie beim letzten Mal, dachte ich und genoß eine Zigarette und ein Kaltgetränk, Kurt schnarchte …….. Das Rehwild beobachtend und hin und wieder die anderen zwei offenen Seiten abglasend vergingen gute drei Stunden, dann war der Sprung und auch die Sicht weg, unmerklich hatte die Dämmerung sich mit Wolken zusammengetan und dem Vollmond den Kampf angesagt.

Kaltgetränk, Zigarette - Schnarchen von Unten - irgendwann wird schon Licht, das sitzen wir doch aus !

Irgendetwas war plötzlich anders - das Schnarchen war weg, Kurt nicht mehr unter meinem Sitzbrett, langsam kam ich aus meinem Dämmerschlaf zu mir und sah mich um. Kurt hypnotisiert die Tür und grummelt -den Laut kenne ich, da muß Wild sein. Mit aller Vorsicht schiebe ich die Luke hinter mir auf und sehe - Rehwild, Ricke mit zwei Kitzen, na toll, denke ich noch, als sich im Augenwinkel etwas bewegt eine weitere Teildrehung und ich erhasche einen Blick auf zwei schnell wechselnde, kapitale Sauen die sich zügig am Zaun des gegenüberliegenden Pumpwerkes über die Pläne bewegen - also war doch etwas hier, meine Korkenzieherstellung korrigierend warf ich einen Blick auf´s Handy, 22 Uhr, die Wutze werden wach. Brechen und lautes Quieken unter mir in der dicht bewachsenen Buchte, Waffe bereit, Glas hoch- hören ja, sehen nein, aber es sind Viele, soviel ist klar - Kurtgrummeln ! Blick nach links - 9 kleine und zwei große, schwarze Klumpen ziehen Richtung Holz - natürlich am Zaun der Pumpstation entlang - sollte ich nicht doch ? Nein, zu gefährlich ! Wieder nach rechts konzentriert ist das Brechen verklungen, schemenhaft entfernt sich eine große Rotte von sicher 15 Stücken im Troll Richtung Reheinstand von heute Nachmittag - Sch… . Grummeln, Kurt starrt , mit dem Fang auf die Fensterbank aufgelegt auf die kleine Anhöhe und richtig , aus dem Laubgehölz wechseln acht Schwarzkittel an „ Kommt auf´s Grüne, kommt schon” denke ich, während ich die Mauser vorsichtig bereit mache, da sind sie, 80, vielleicht 90 Meter bei bestem Mond brechen die Schwarzen in der Luzerne, die Kleinste der Überläuferrotte ist mein Ziel, langsam folgt ihr die Mündung, bis sie breit steht - Schuss, sie zeichnet im Feuer, nachrepetiert, Blick durchs Glas- Bühne leer, dafür brechen die Sauen mit Getöse hinter dem Sitz in die Buchte. Klar war, das ich getroffen hatte, auf dem Blatt abgekommen und ruhig aufgelegt konnte nicht wirklich etwas schief gehen.

Die obligatorische Zigarettenpause später baumten Kurt und ich ab zur Kontrolle, bei Mond und Taschenlampenlicht nur Ausrisse, kein Schweiß am Anschuss.

Der Fluchtfährte folgend erreichen wir den Durchbruch, hier sind sie also rein. „ Such verwund mein Hund” schicke ich Kurt zur freien Suche in´s Ungewisse, immer wieder sehe ich den weißen Rücken des Terriers immer größere Kreise ziehen, da verschwindet er in einem Buschgewirr aus allem was Nadeln und Dornen hat - Laut, kurzes Todverbellen, dann Gezerre, da bist du also, denke ich und nähere mich dem Gewirr, nein, bei Nacht, ohne Deckung, wenn da noch mehr drin ist, als der eine gestreckte Überläufer, nein, das machen wir morgen früh, es ist kalt genug beruhige ich mich und rufe Kurt ab. Abbruch und Aufbruch, im Auto zeigt mir die Uhr 23.50, eine gute Zeit zum nach Hause fahren.

Das Geröllpflaster des Weges schüttelt uns durch und wir erreichen die Stelle, wo uns Stefan am Nachmittag einen Wagen empfohlen hatte. Ein wenig runterkommen von der Aufregung tut gut, denke ich, Kurt kann sich auch nochmal lösen, warum also nicht nach dem Wagen sehen. Gesagt getan, Glas, Waffe, Hund voran geht es gemütlich im Baumschatten zur rollenden Ansitzkiste, vor mir die Wiese sieht aus wie ein Handgranaten Wurfstand, die Wutze hatten ganze Arbeit geleistet.

Am Ansitzwägelchen angekommen, untersuche ich den Verschluss, alles um uns herum ist ruhig, Kurt verschwindet kurz für große Jungs und ich schließe die Tür, ja, ein guter Platz für morgen Früh. Kurt! Fuß!

Ich wende auf der Sohle Richtung Grünland und sehe fünf fast gleich große Sauen, wie aus dem Boden gewachsen bearbeiten sie die Soden.

Hilft nichts, die Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder, denke ich und streiche außen an der Ansitzkiste an. Im Knall bricht das geringste der Stücke zusammen - die anderen verlassen die Vorstellung Richtung Gehölz - Wow, zwei in so kurzer Zeit denke ich, das ist doch mal was.

Kurt verbellt anhaltend die Sau, es ist also noch Leben in ihr, Optik von der Waffe und vorsichtiges Nähern. Im Voranschlag, auf fünf Meter heran kommt sie hoch und schlägt nach dem tanzenden Hund, der sie immer wieder an den Keulen gezwickt hat, eine Wendung zu mir, Blasen, ich ziehe die Waffe an die Wange, die Kugel trifft über dem Wurf und lässt die schwarze Bache zusammenbrechen.

Donnerwetter, die ist nicht von schlechten Eltern, denke ich als ich die Bache drehe. Im Scheinwerferlicht meines inzwischen geholten Autos breche ich auf und versuche anschließend die Gestreckte auf die Ladefläche zu wuppen - nicht machbar. Etwa eine halbe Stunde warte ich, bis Stefan, den ich aus dem Bett klingeln musste, mir Weidmannsheil wünscht und wir zusammen die Beute verladen und in die Wildkammer verbringen, fast 90 kg zeigte die Waage an.

Noch kurz bei einem kühlen Blonden das Erlebte des Vorabends repetieren, die Bergungspläne für den Morgen besprechen und ab in die Falle.

Nach kurzer Nacht dann Treffen an der Seggebuchte, den markierten Anschuss untersuchen, nochmals die Fluchtfährte prüfen und DD Rüde Ajax zur Verlorensuche schnallen - auch er verbellt die Wutz in dem Geschlinge unter der Kanzel. Auf dem Bauch robbend berge ich die Bache, sie wird später aufgebrochen 47 kg auf die Waage bringen. Ein schöner Erfolg.

Am Samstagabend weist Stefan mir in einem anderen Revierteil eine offene Baumplattform zu.

Nach dem Aufbaumen erkenne ich rechts eine gut bevölkerte Weide, hier werden sicher keine Sauen kommen, das werden die Rinder verhindern. Ich wende mich also der linken Seite zu und warte. Dieser Ansitz ist deutlich kühler, das Wetter ist umgeschlagen, nachdem ich gute drei Stunden im Nieselregen ausgeharrt habe und sich so gar überhaupt nichts gerührt hatte, baume ich mit klammen Fingern ab um , ohne über „Los” zu gehen mein Lager in der Pension anzunehmen. Ich beschließe noch eine Frühpirsch zu unternehmen und schnarche schnell mit Kurt um die Wette.

Der Wecker bricht den Schlaf um Vier ab, ein kurzes Frühstück später verlasse ich um kurz vor Fünf die Pension zu Fuß um im angrenzenden Revier meine Pirsch zu beginnen.

Mit Kurt an der Lautlosleine unterwinde ich einen Zaun, kaum 100 Meter vom Ortsrand entfernt. Nach wenigen weiteren Schritten im Schatten der Bäume höre ich sie brechen, kaum zu glauben, die Sauen sind praktisch bis an die Gartengrenzen vorgestoßen. Dem Geräuschpegel nach zu urteilen mussten es Viele sein. Was tun ?

Erst einmal ein wenig abwarten, das Morgengrauen sollte doch bald einsetzen. Als dann genug „Licht” ist für das Glas wird Kurt abgelegt und ich bewege mich auf Knien in Richtung Geräuschpegel, noch gut 100 Meter, ich glase die Gegend vor mir ab und versuche die Stücke zu zählen, 40? 50?- so viele auf einem Haufen habe ich noch nicht gesehen-

Kriechend bewegte ich mich auf Schussentfernung, immer wieder verschieben sich die Sauen, es scheinen drei oder vier Gruppen in dieser Rotte zu sein, immer eine Art Sicherheitsabstand untereinander haltend.

Kleinere Rangeleien untereinander aber nicht unter anderen Gruppen, eine interessante Erfahrung. Während meiner Beobachtungen wird es immer heller, hell genug für sauberes Ansprechen, denke ich und wage den Blick durch die Optik auf der Waffe. Ja, es geht, ich folge mit der Mündung einem Sauenhaufen, der langsam nach rechts wandert beim Brechen.

Als ich einen Frischling sicher ansprechen kann, lasse ich fliegen, Kugelschlag - die Rotte flüchtet nach rechts in die Buchenbestände, andere Sauen preschen den Hügel hinunter nach Hinten , mehr kann ich nicht durch das Zielfernrohr erkennen, allerdings auch nicht das beschossene Stück.

Die übliche „Zigarette danach” später bewege ich mich an den Anschuss, nicht´s zu finden, kein Garnichts-ich werde im Tageslicht noch eine Kontrollsuche machen, beschließe ich.

Auch die Kontrollsuche mit Hund ergibt nichts, außer, dass wir einen Kugelriss in einer verschobenen Grassode finden, genau in Schußbahn, wie sich herausstellt - diesen Batzen hatte mir die Optik wohl weggezaubert - das ist Jagd, denke ich und bin jetzt sicher verschossen zu haben.

Was will man mehr, fragte ich bereits am Anfang - Anblick ohne Ende, die wunderbare Landschaft und auch noch Weidmanns Heil auf zwei Wutze gehabt. Hochzufrieden verabschiede ich mich nach Hause .

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Aug 23 2010

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Jungjägerseminar “Blattjagd” in Liepe

Abgelegt unter Allgemein, Seminarberichte


Das Ergebnis eines erfolgreichen Wochenendes: strahlende Jungjäger mit ihren Rehböcken (Foto: Dr. W. Lipps)

Wie macht man als Jungjäger die ersten Schritte, vor allem ohne jagdliche Kontakte oder Zugang zu einem Revier?

Die Frage stellen sich wohl viele Jungjäger nach Bestehen der Jägerprüfung. Der Jagdschein ist gelöst, mit dem Kauf einer geeigneten Waffe wurde bereits geliebäugelt, aber eine Jagdmöglichkeit ist noch nicht in Sicht. Dies trifft vor allem für Jungjäger zu, die sich nicht schon im jugendlichen Alter für die Jagd begeistern oder keine Jäger in der Familie und im Bekanntenkreis haben.

Ohne Erfahrung kann es sehr schwierig sein, einen Begehungsschein oder eine Jagdeinladung zu ergattern. Daher finden sich sowohl im Internet als auch in den einschlägigen Jagdzeitschriften die immer gleichen Tipps. Diese reichen von freiwilliger Übernahme von Arbeiten im Revier, Übernahme der Raubwildbejagung (sogar die Spezialisierung auf Krähenjagd wird empfohlen) bis hin zur Empfehlung, sich einen gut ausgebildeten Jagdhund zuzulegen oder das Jagdhornblasen zu erlernen, um so die Chance auf eine Teilnahme bei Gesellschaftsjagden zu erhöhen.

Dies sind sicher alles gut gemeinte Vorschläge, aber nicht jeder will oder kann diesen Weg gehen. Wie soll man sich ohne Revierzugang zum Spezialisten machen oder einen Hund ausbilden?

Wir wollten einen anderen Weg gehen. Mit einem erfahrenen Profi die ersten Schritte zu machen, war unser Ziel, um die Themen Waffe und Ausrüstung näher zu beleuchten und auf den Prüfstand zu stellen.

Wir sind vier Jungjäger, die zusammen im Mai 2010 die Jägerprüfung absolviert haben und direkt im Anschluss beschlossen, „mal zusammen zu jagen”.

Gesagt, getan!

Nach Internetrecherche stießen wir auf den „Lehrprinzen”. Nach ein paar Telefonaten mit Stefan Fügner wurden sofort zwei Jagd-Wochenenden gebucht und wir konnten noch einen weiteren Jungjäger als Teilnehmer dazu gewinnen. Zu fünft sollten wir also unseren ersten Jagden beginnen.

Die Vorbereitung erwies sich als unkompliziert. Die Zimmerreservierung und Auswahl erfolgte durch den „Lehrprinz eV”, Waffen und  Ferngläser konnten geliehen werden. Gerade letzteres erwies sich als hilfreich, da so keine hektischen Spontankäufe bei diesem wichtigen Thema getätigt werden mussten. Auch die Beköstigung für das gesamte Wochenende war organisiert. Da unser Team beruflich sehr eingespannt ist, trug dieses „Rundum-Sorglos-Paket” bereits im Vorfeld dazu bei, das Wochenende entspannt anzugehen. Das vorhandene „Angebot” wurde schnell und unkompliziert auf unsere terminlichen Erfordernisse angepasst. Eigentlich ist es geplant, das Seminar in einer kompletten Woche durchzuführen.

Das Rahmenprogramm war hervorragend organisiert und begann am Donnerstag mit einem Kaffeetrinken auf dem Lieper Vorwerk mit dem Jagdleiter Stefan Fügner und dem Pächterehepaar Dr. Wolfgang und Astrid Lipps. Nach Klärung der Formalitäten erfolgte die Einweisung in das Revier. Danach wurden die zur Verfügung gestellten Waffen vorgestellt und es fand ein Probeschießen statt.

Nach einem gemeinsamen Abendessen bei hervorragendem Wetter auf der Terrasse des Lieper Vorwerks ging es zum ersten Ansitz.

Abendessen auf dem Liepervorwerk
Abendessen auf dem Lieper Vorwerk (Foto: Dr. W. Lipps)

Schon bei diesem ersten Ansitz wurde der Wildreichtum in diesem Jagdrevier deutlich.  Ob ansitzen in den Oderwiesen oder am Waldrand Ricken, Kitze, Hasen, Füchse und natürlich Böcke konnten immer erblickt werden. Wir waren verteilt auf verschiedene Ansitze des umfangreichen Reviers und jeder hatte Anblick. Mehrere hätten sogar Gelegenheit gehabt, doch die Aufregung war noch zu groß ob der Vielfalt, die sich bot.

Die Jagdgöttin Diana war uns hold und bereits am Abend des zweiten Jagdtages konnten drei Böcke zur Strecke gebracht werden. Bock vier komplettierte unser Jagdglück am folgenden Tag und wurde ebenso konsequent „totgetrunken” wie die ersten Abschüsse.


Die Strecke des Wochenendes hängt nun in der Kühlkammer (Foto: M. Rickmann)

Morgen-, Mittag- und Abendansitz hatten sich also gelohnt und auch in puncto Zerwirken wurden unsere Kenntnisse erweitert. Wir wechselten Ansitzstandorte, -kanzeln und -leitern und hin und wieder auch das Wetter. Von schwül und warm bis Regen war alles dabei. Nach jedem Ansitz gab es etwas Neues zu berichten.

Doch nicht nur das Jagen war ein voller Erfolg, auch die Verpflegung sucht ihres Gleichen. Perfektes Frühstück, vorzügliches Mittag- und Abendessen sowie ein leckeres „Nachtmahl” in Form eines Süppchens hielten Leib und Seele der Jagdgesellschaft zusammen.

Die vier Jagdtage auf dem Lieper Vorwerk waren für uns ein voller Erfolg und ein unvergessliches Erlebnis. Wir freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung im November, wenn die Saujagd ruft.

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Aug 05 2010

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Zur sommerlichen Saujagd in Liepe


Hochsommer im Oderbruch: Familie Adebar (Foto: J. Lehmann)

Wir suchen und suchen, aber es bleibt dabei: das einzige Zeitfenster für ein verlängertes Jagdwochenende ist Anfang Juli statt Anfang August und so wird aus der geplanten Blattjagd eine Saujagd. “Kein Problem”, meint Stefan, „wir haben viele Überläufer im Roggen und im Hafer”. Außerdem, ein paar Kilo Wildschwein küchenfertig eingeschweißt und eingefroren wären für den geplanten Verkauf über das Internet oder in Berlin auch nicht so schlecht.

Zunächst aber machen wir uns Freitag früh nach einem ordentlichen Frühstück an die Arbeit. Mit einem Porsche Trecker aus Dr. Lipps Sammlung machen wir uns auf, um gefälltes Stangenholz aufzuladen und zum Vorwerk zu transportieren. Stefan will daraus neue Hochsitze bauen und eventuell auch verkaufen.


“Auf gehts!” (Foto: J. Lehmann)


Der Trecker wird gestartet (Foto: J. Lehmann)


Fahrerwechsel (Foto: J. Lehmann)


Schwer beladen geht es durch den Wald (Foto: J. Lehmann)


….. und abladen. (Foto: J. Lehmann)


Aber auch für Beobachtungen, ….. (Foto: J. Lehmann)


…..Fachsimpeleien und Jägerlatein ist Zeit. (Foto: J. Lehmann)


Ein DD auf Abwegen? (Foto: J. Lehmann)

Abends gehen wir dann auf Ansitz. Noch auf dem Weg zur Kanzel erspähe ich zahlreiche Ricken mit ihren Kitzen und etliche Jungfüchse. Auch die Sauen sind gut zu hören, ein Gegrunze wie im Schweinestall, keine 50m entfernt. Nur zu sehen bekomme ich sie nicht, zu dicht ist das Unterholz und das Gras.

Pit hat mehr Jagdglück: In der Dämmerung läuft ein einzelner Überläuferkeiler direkt auf seine Ansitzleiter zu und er kommt zum Schuss. Wir bergen das Stück und brechen es am Lieper Vorwerk auf.


Eine Ricke in der Morgendämmerung (Foto: J. Lehmann)

Morgens gehen wir in den Oderbruch, leider nur mit mäßigem Erfolg. Wir haben zwar alle Anblick, aber Sauen oder Rehböcke lassen sich nicht blicken. Tagsüber besichtigen Pit und ich das Kloster Chorin aus dem 13. Jahrhundert. Die alten, gepflasterten Waldwege auf denen unser Trecker gestern entlang geholpert ist, wurde von den Choriner Mönchen angelegt.


Kloster Chorin (Foto: J. Lehmann)

Am Abend suchen wir uns einige Kanzeln rund um eine Suhle am Haferfeld. Die milchreifen Haferkörner sollten die Sauen anziehen, so unsere Spekulation. Pit hat Pech: zwei Kanzeln werden mittlerweile von Wespen bewohnt und so muss er mehrmals umziehen. Ricken, Kitze und Füchse sehen wir wieder reichlich, auch einen weit entfernten Rehbock, nur die Sauen, die sehen wir erst auf dem Rückweg. Keine 50m vor uns lungern sie im Hafer herum und sind genauso überrascht von uns wie wir von ihnen. Pits erste Kanzel wäre ideal gewesen, aber wer will schon neben einem Wespennest ansitzen?

Am Sonntag früh ziehen wir ohne Stefan los. Ich setze mich auf die Ansitzleiter, wo Pit seinen Keiler erlegt hat. Noch während ich mein Sitzpolster zurechtrücke läuft eine einzelne Sau den Weg hoch und biegt in den Roggen ab, der dort allerdings nur kniehoch ist. In meinem Kopf läuft die Checkliste durch: einzelnes Stück, keine Frischlinge, also keine führende Bache, vermutlich ein mittlerweile aus der Rotte vertriebener Überläuferkeiler, steht breit, Roggen nicht zu hoch. Ich habe noch maximal drei Sekunden bevor die Sau im hohen Roggen verschwindet. Nicht zu weit vorne denke ich noch und trage den Schuss an. Noch bevor ich nach repetieren kann ist der Überläufer im hohen Roggen verschwunden. 20m konnte ich seinen Rücken zwischen den Halmen noch erspähen, dann sehe und höre ich nichts mehr.

Zweifel kommen hoch, habe ich gefehlt? Geht das auf 90m überhaupt? Oder einfach nur angeschweißt? Mein Telefon vibriert. Ich solle auf keinen Fall runtergehen und nachsuchen, simst Pit, ein angeschweißter Keiler sei sehr gefährlich. Und so funke ich Stefan an, damit wir mit Ajax, seinem Deutsch Drahthaar, nachsuchen.

Noch von der Ansitzleiter weise ich Stefan zum Anschuss ein, dann steige ich ab. An der Anschussstelle zeigt sich hellroter Schweiß. Ich entferne mein Zielfernrohr und entsichere, Stefan geht mit Ajax voran. Die Sicht im Roggen beträgt keine 5m. 60m weiter liegt die Sau im Roggen, wie vermutet, ein sauberer Blattschuss. Gemeinsam schleifen wir den Keiler zum Weg, dort breche ich auf. Auf dem Lieper Vorwerk treffen wir Dr. Lipps und lassen ein herrliches Jagdwochenende mit Kaffee und einem „Horrido” ausklingen.


DD Ajax am erlegten Keiler (Foto: J. Lehmann)


Ein erfolgreiches Wochenende….. (Foto: J. Lehmann)


….. im Sommer …. (Foto: J. Lehmann)


….. auf dem Lieper Vorwerk. (Foto: J. Lehmann)

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Mai 11 2010

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Als Jungjäger zur Jagd im Oderbruch

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Oder-Havel-Kanal
Oder-Havel-Kanal an einem kühlen Oktober-Morgen (Foto: J. Lehmann)

„Lade gleich hier durch, die Repetierer sind viel zu laut” flüstert Stefan mir leise zu während wir uns auf den Weg zum Hochsitz machen. Brav schiebe ich das Magazin rein, lade durch, prüfe die Sicherung und schultere meine Sauer wieder.

Es ist Ende Oktober, im Oderbruch nördlich von Berlin ist es morgens schon ziemlich frisch und die Dämmerung bricht heran. Sonderlich früh sind wir nicht losgekommen. Das ist auch ganz gut so, denn die Fahrt von München nach Brandenburg am Abend zuvor war lang und anstrengend und die Nacht entsprechend kurz.

Leise machen Stefan, sein Deutsch Drahthaar Ajax und ich uns auf den Weg. Es wird ein wunderschöner Morgen, wir unterhalten uns leise. Der Anblick bleibt überschaubar: ein paar Reiher, ein Rehbock in 200m Entfernung und viele Kühe. Stefan ist etwas enttäuscht, die Wochen zuvor war hier deutlich mehr los. Ich genieße die Ruhe, die Natur, die frische Luft, die Jagdgeschichten und bin zufrieden. Genau so hatte ich mir die Jagd vorgestellt. Abschalten und trotzdem wachsam sein. Jederzeit könnte ja ein prächtiger Hirsch um die Ecke schauen…

Morgendliche Pirsch
Stefan Fügner und der Deutsch Drahthaar Ajax (Foto: J. Lehmann)

Morgendliche Pirsch
Morgendliche Pirsch mit Stefan Fügner (Foto: J. Lehmann)

Auf dem Rückweg zum Landhof Liepe machen wir noch einen Schlenker durch das Revier. Zumindest durch den Teil des Reviers, der überhaupt befahrbar ist. Das Naturschutzgebiet Oderbruch liegt nur wenige Meter oberhalb des Wasserspiegels und ist entsprechend morastig. Und jetzt bietet sich auch der Anblick, von dem Stefan mir vorgeschwärmt hat. Wir halten an, schließen leise die Türen und pirschen ein Sprung Rehe an. Noch 300m. Die Rehe schauen kurz hoch, wir bleiben regungslos stehen. Sie äsen weiter. Noch 150m. Stefan piekst seinen Schießstock in den Boden. Ich lege an. Und überlege. Mein erster Schuß auf ein lebendes Stück, stehend angestrichen, aufgeregt, eine noch wenig vertraute Waffe. Nein, das ist mir zu unsicher. Wir versuchen näher heran zu kommen, da springen die Rehe ab. Wir fahren zurück zum Landhof Liepe und genießen ein gemütliches Frühstück.

Nachmittags wollen wir die jagdlichen Anlagen meines ungarischen Vorstehhundes Gero prüfen und nehmen ein paar aufgetaute Enten und unsere Flinten mit. Wir sehen zwar einige Enten am Kanal, aber zum Apportieren nehmen wir die mitgebrachten Enten aus Stefans Tiefkühltruhe. Ajax macht es vor, Gero macht es nach, das Apportieren klappt prima. Auch erweist sich unser Hund als schussfest, jedenfalls machen ihm die Schrotschüsse aufs Wasser beim Apportieren nichts aus. Später üben wir noch das Fährtenlegen und die Fährtenarbeit und wir sind sicher, mit der nötigen Übung könnte Gero mal ein brauchbarer Jagdhund werden.

Magyar Viszla Gero
Gero (Foto: J. Lehmann )

Abends gehen Stefan und ich wieder gemeinsam zum Ansitz. Wir sehen viele Rehe, aber leider stehen sie teils spitz, teils hintereinander, teils zu weit. Ein Hase läuft direkt um unseren Bauwagen herum und Stefan erlegt seinen ersten Oderbruchhasen. Natürlich versäumt er nicht, mir die Vorteile seiner kombinierten Kipplaufwaffe, einer Krieghoff Bockbüchsflinte, zu erklären. Leise zu laden und alles Nützliche dabei!

Am nächsten Morgen sind wir früh auf den Beinen. „Siehst du die Ricke und das Kitz?” fragt Stefan leise auf dem Hochsitz. „Das nenne ich Populationsdruck”. Tatsächlich sehen die beiden Rehe so aus, als wollten sie sich im Gebüsch zum Verdauen niedertun. Aber offenbar hält sie irgendetwas davon ob. Der Wind steht zwar nicht optimal, aber unsere Witterung ist es nicht. „Da sind überall Sauen drin, die Rehe wissen gar nicht mehr wohin”.

Wenig Beunruhigung durch Spaziergänger, gute Äsung und wenig Jagddruck schafft mit der Zeit einen entsprechenden Wildbestand. Keine Frage, der Bevölkerungsrückgang der ostdeutschen Flächenstaaten bewirkt jagdlich günstige Bedingungen. Leider sind nur wenige da, die dies nutzen könnten. Die ostdeutschen Jäger werden älter, es fehlen Pächter mit der nötigen Zeit und dem nötigen Geld um aus den Revieren etwas zu machen. Insofern hat Stefan hier nicht nur jagdlich optimale Bedingungen gefunden. Die beiden Reviere, um die er sich kümmert, hat der Berliner Rechtsanwalt Dr. Lipps gepachtet. Eine Verbindung, die für beide Seiten Vorteile hat. Stefan ist vor Ort und kann sich um das Revier kümmern und Dr. Lipps weiß sein Revier in guten Händen.

Leider sehen wir an dem Morgen die Ricke, auf die Stefan es abgesehen hatte, nur von Ferne. Ich präge mir ihr Aussehen durchs Fernglas ein und setze mich abends wieder hin. Und pünktlich zur Dämmerung erscheint sie wieder. Alleine. Also nicht das Muttertier mit Kitz vom Morgen. Vorsichtig schiebe ich den Lauf über die Brüstung. Die Merkmale sind eindeutig, die Ricke steht breit. Ich entsichere und steche ein. Der Schuß bricht. Die Ricke verhofft, schaut auf, und geht gemütlich ein paar Schritte weiter. Gefehlt? Ich repetiere nach. Der zweite Schuß sitzt, die Ricke bricht sofort zusammen. Ein Leberschuß, wie sich später herausstellt. Keine Meisterleistung, aber das Stück liegt, ist nicht flüchtig und das Wildbret ist nicht entwertet.

Jungjäger Jan Lehmann
Jungjäger Jan Lehmann

Stefan hat die Schüsse gehört und kommt mit dem Auto vorbei. Wir verladen das Stück und bringen es zur Wildkammer wo ich es aufbreche und untersuche. Das habe ich zwar schon öfters getan, aber Anleitung durch einen erfahrenen „Lehrprinzen” ist hilfreich. Natürlich stoßen wir auf mein erstes Stück mit einem Jägermeister an. Auch Dr. Lipps ist mittlerweile in Liepe eingetroffen und wünscht mir „Weidmannsheil”.

Am nächsten Morgen ziehe ich ohne Stefan los und nehme meinen Hund mit. Mal schauen, wie er die Stunden auf dem Ansitz ausharrt. Ich warte auf die Rehe, die Stefan hier neulich beim Vorbeifahren gesehen hat. Die Zeit verrinnt und mein Hund wird langsam unruhiger. Gerade als ich ans Aufbrechen denke, taucht ein Fuchs auf. Ich prüfe den Wind, er hat etwas gedreht und kommt nun ungünstig von schräg hinten. Wenn der Fuchs weiter quert, könnte er Witterung aufnehmen. Trotzdem warte ich zunächst ab. Als er auf gut hundert Meter herangekommen ist, trage ich meinen Schuß an und erlege meinen ersten Fuchs.

Abends ist es Vollmond und wir gehen durch den Ort in den hinteren Teil des Reviers. Auf der Weide am Steilhang haben wir tags schon jede Menge umgegrabene Grassoden gesehen, das Werk zahlreicher Wildschweine. Wir pirschen leise die Straße hoch, aber das Gatter zur Weide ist zu, das Vieh steht drauf und wir brechen ab. Auch der Versuch, uns an den Schilfgürtel am Oderbruch heranzupirschen, scheitert. Der Raureif auf den Grashalmen ist gefroren und bei jedem Schritt knirscht es vernehmbar. So kommen wir nicht an die Wildschweine heran.

In der Gaststätte treffen wir Dr. Lipps und seinen Jagdgast. Sie haben am Einstand am Oderbruch drei Wildschweine erlegt. Stefan und ich hatten dort tags zuvor gekirrt. Dr. Lipps meint, wir sollten doch unbedingt noch mal los, im hinteren Teil wären sie nicht gewesen, hätten aber die Schweine gehört. Es könne ja nicht angehen, dass ein so weit gereister Gast wegen eines geschlossenen Weidegatters um seine erste Sau gebracht würde.

Vom Hochsitz aus am Einstand jagen zu dürfen sei eine besondere Angelegenheit, sagt Stefan, da wäre selbst er noch nicht gewesen. Das verpflichtet und wir ziehen noch einmal los. Schon beim Anpirschen hören wir das Gegrunze der Sauen und das Jagdfieber steigt. Nur zu sehen bekommen wir sie leider nicht. Müde und klamm falle ich Stunden später ins Bett. Drei lange Jagdtage mit kurzen Nächten gehen zu Ende. Mit einem erfahrenen Jäger an der Seite konnte ich meine ersten jagdlichen Schritte unternehmen, weitere werden folgen, da bin ich sicher. Danke Stefan, bis zum nächsten Mal!

Jan Lehmann

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Apr 15 2010

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admin

Retrieverseminar mit Marion Kuhnt am 4.7.2010 in Liepe/Brandenburg

Abgelegt unter Allgemein

Marion Kundt mit Finley
Marion Kuhndt mit Retriever Finley

Am Sonntag, den 4.7.2010 findet unter der Leitung von Marion Kuhnt ein Retrieverseminar im Lehrrevier Liepe der gehobenen Kategorie statt. (A-F Niveau)

Das Seminar ist für Retriever, die bereits über eine gute Grundausbildung im Fach Apport verfügen.

Inhalt:

Systematischer Aufbau von “Voran” über mehrere Geländeübergänge und Wasser, Walk-up. und Standtreiben

Rückfragen und Anmeldung bei:

Marion Kuhnt

Dernburgstr.1

14057  Berlin

Mobil: 0171/488 99 99

email. m.kuhnt@t-online.de

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Mrz 08 2010

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Claudia

Vom Jungjäger zum Jagdpächter

Der Gesetzgeber hat nicht ohne Grund vorgeschrieben, dass der Jäger erst nach Ablauf einer  dreijährigen Jungjägerzeit jagdpachtfähig ist:

Möchte man gerne ein Revier pachten, bedarf es nicht nur der praktischen Jagderfahrung, sondern auch zahlreicher zusätzlicher Kenntnisse. Weder das eine, noch das andere kann im Rahmen des Jägerlehrgangs bis zur Jägerprüfung im erforderlichen Umfang vermittelt werden.

Wie allerdings der Jungjäger die Zeit zwischen Jägerprüfung und Jagdpachtfähigkeit ausfüllt, um Jagderfahrung und erforderliche Kenntnisse zu erwerben, ist dem Gesetz nicht zu entnehmen:

Begehungsschein oder Pirschbezirk, das regelmäßige Begleiten erfahrener Jäger sind als Zwischenlösung denkbar. Zweckdienliche Informationen über die Aufgaben eines Jagdpächters lassen sich in den einschlägigen Fachzeitschriften zusammensuchen.

Aber welche Kenntnisse sind denn erforderlich und wichtig?  Das Institution des „Lehrprinzen” ist nicht mehr allerorts gegeben. Die Bedürfnisse von Jagdpächter und dem Jungjäger als Begehungsscheininhaber können deutlich voneinander abweichen. Selten sind beide Seiten sensibilisiert: Der eine weiß eigentlich nicht genau, was er braucht; der andere nicht, was und welche Erfahrung er weitergeben kann.

Es ist Glücksache, ob der Jungjäger bis zur Pachtfähigkeit relevante und notwendige Kenntnisse und erforderliche Jagderfahrung sammeln kann.

Der Jagdverein „Lehrprinz e.V.” und das „Insitut für Jagd, Umwelt und Naturschutz” (JUN.I) bieten im Jagdjahr 2010/2011 erstmals und einzigartig ein Jungjägerpaket an, das sich daran orientiert, was man zusätzlich als zukünftiger Jagdpächter wissen und können sollte, will und/oder muss.

Jagdgelegenheit, Anleitung, Fortbildung, Gesellschaftsjagden

Jagdgelegenheit:

Das Institut für Jagd Umwelt und Naturschutz (JUNI.I) hat seinen Sitz inmitten des Jagdreviers Liepe in Brandenburg, ca. 60 km nordöstlich von Berlin.

Das fast 1.000 ha große Revier dient dem Jagdverein Lehrprinz e.V. als Lehrrevier und grenzt direkt an die ausgedehnten Wälder des Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Damit liegt es in einem jagdlich einzigartigen Gebiet Deutschlands.

Rotwild, Rehwild, Schwarzwild, sonstiges Niederwild, insbesondere Enten und Gänse sind ständige Bewohner des Reviers Liepe.

Das Naturschutzgebiet Niederoderbruch, in dem das Lehrrevier liegt, hat darüber hinaus eine einmalige Flora und Fauna zu bieten. Man kann dort zahlreiche Tiere - etwa den Biber, Kranich, Fischotter und Seeadler - beobachten, die woanders kaum oder gar nicht mehr in freier Wildbahn vorkommen. Schwer passierbare Wege sorgen dafür, dass das Revier so gut wie nicht von Erholungssuchenden frequentiert wird. Die Jagd kann den ganzen Tag über ungestört ausgeübt werden.

Im Lehrrevier wird die Intervalljagd ausgeübt, das heißt: Es wird nur in der bewegungsaktiven Zeit des Wildes gejagt.

Die Jagdintervalle sind:

1.5. bis 31.5. (4 Wochen, Bockjagd)

20.7. bis 10.8. (3 Wochen, Blattzeit)

1.10. bis 15.1. (3 ½ Monate)

Zwischen den Intervallen ruht die Jagd.

Anleitung:

Die Reviere in der Schorfheide sind für ihren Wildreichtum bekannt, sodass es jedem Jungjäger ermöglicht werden kann und möglich sein sollte, 15-20 Stück Schalenwild in 3 Jahren zu erlegen. Dadurch erhält der Jungjäger die notwendige Routine, die er für ein sicheres Ansprechen und Erlegen benötigt. Vor allem in der Anfangszeit kann sich der Jungjäger von einem erfahrenen Jäger begleiten lassen. Diese sind erfahren und sensibilisiert auf die Bedürfnisse des Jungjägers.

Gesellschaftsjagden:

In den Herbst- und Wintermonaten finden zahlreiche Drückjagden statt. Hier können Jungjäger miterleben, wie Drück- und sonstige Gesellschaftsjagden organisiert werden und wie diese durchzuführen sind. Die notwendige Erfahrung und die besondere Fertigkeit, die bei Bewegungsjagden dem Schützen abverlangt werden, kann durch die Teilnahme erworben werden.

Für den Spätherbst ist eine große Hubertusjagd geplant.

Die Flinte:

Im Laser-Schießkino kann außerdem die Fertigkeit mit der Flinte weiter trainiert werden. Vor allem Enten und Füchse lassen das Flintenschießen in der Praxis zum Einsatz kommen.

Fortbildung:

Neben der Gelegenheit zur praktischen Jagdausübung werden fortlaufend Seminare durch das Instituts für Jagd Umwelt und Naturschutz (JUN.I) angeboten. Diese sind darauf ausgerichtet, die praktische Jagdausübung mit den zusätzlichen Kenntnissen über häufige Probleme zu ergänzen, mit denen Jagdpächter regelmäßig konfrontiert werden.

Diese Seminare befassen sich insbesondere mit nachfolgenden Themen:

Der Jagdpächter und das Jagdrecht

Jagdgenossenschaften

Jagdpachtverträge

Begehungsscheinverträge

Abschusspläne

Wildschadensmanagement

Jagdpachtkosten und modernes Jagdmanagement

Jagdpacht

Jagdbetriebskosten

Begehungsscheine

Wildbretvermarktung

Gesellschaftsjagden

Wildvermarktung

EU Hygieneverordnung

nationales Gewerberecht und Wildbretvermarktung

Wildbretverarbeitung

Zerwirken und Lagern

verschiedene Kochkurse

Alle Seminare finden in der Zeit statt, in der auch die praktische Jagdausbildung erfolgt.

Die Kooperation des Jagdvereins Lehrprinz e.V. und des Instituts für Jagd, Umwelt und Naturschutz (JUN.I) verfolgt das Ziel, einem zukünftigen Jagdpächter in der 3-jährigen Jungjägerzeit nicht nur eine Jagdmöglichkeit und eine Einführung in die praktische Jagdausübung  zu bieten, sondern diese vor allem auch um eine Fortbildung zu ergänzen, die den Jungjäger auf die Jagdpacht vorzubereiten .

Interessierte Jungjäger sind herzlich eingeladen, das Revier, die Revierverhältnisse, Ausbilder und Mitstreiter sowie sonstige räumlicher Verhältnisse kennenzulernen. Vorgesehen hierfür ist ein Tag Ende Mai/ Anfang Juni 2010, der in Kürze auf www.lehrprinz.eu bekanntgegeben wird. Das anstehende Jägersilvester bietet ebenfalls erste Kontaktmöglichkeit.

In der Blattzeit finden zudem zwei Schnupperwochenenden mit Einführungsseminaren und erster begleiteter Jagdgelegenheit statt.

Kontaktaufnahme über:

Jagdverein Lehrprinz e.V.

Herrn Stefan Fügner Mobil 0178 6141856 Festnetz: 033458 64247 oder per e-mail an jagdblog@gmail.com

oder

Institut für Jagd, Umwelt und Naturschutz (JUN.I)

Herrn Dr. jur. Wolfgang Lipps, institut@jagdrechtsblog.com

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Feb 01 2010

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Claudia

Jägersilvester 2010

Abgelegt unter Allgemein, Jagdveranstaltungen

Wenn die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht,
endet das Jagdjahr, ein neues beginnt:
Jägersilvester auf dem Lieper Vorwerk steht an.
Das Lieper Vorwerk liegt in den Hängen der Endmoräne,
am Südrand der Schorfheide und des gleichnamigen Biosphärenreservats.
Vom Dorf aus ist das Vorwerk unsichtbar.
Es liegt eingebettet in Wiesen und Feldern,
die unmittelbar an den Hochwald des Choriner Forstes grenzen,
bekannt für seine sagenhaften Hochwildbestände.
Auch der Kranich findet dort
in Moor- und Waldseen – seine Brut- und Niststätte,
um dann Tag für Tag ins Nieder-Oder-Bruch herab zu fliegen
und seinen Tanz zu vollführen.
Eben dorthin öffnet sich der Blick vom Lieper Vorwerk nach Süden:
Auf den Pfingstberg und an dem vorbei ins Nieder-Oder-Bruch
und die Weiten des Urstromtals.

JUN.I Institut für Jagd, Umwelt und Naturschutz
& der Verein Lehrprinz e.V.

laden auf das Lieper Vorwerk ein:

Jagdscheinanwärter, Jungjäger, Jäger, Pächter und
alle an der Jagd Interessierten

zum
„Jägersilvester 2010“
am 27. März 2010 um 15.00 Uhr

Information – Gespräche – Kennenlernen – Erfahrung austauschen – Verbindung knüpfen

Programm:
15.00 h Anblasen
Begrüßungsimbiss
Offizielle Begrüßung
Auslosung des Gewinners des JUN.I-Jagdquiz
lockere Gespräche
Buffet
gegen 20.00h Ausklang

Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt
Der Kostenbeitrag beläuft sich auf 50,- €/pro Person
u.A.w.g. an feste@liepervorwerk.de bis 20. März 2010

Veranstalter:
Institut für Jagd, Umwelt und Naturschutz, Neue Parsteiner Str. 3,
16248 Liepe
Lehrprinz e.V., Am Bahnhof 3, 16259 Falkenberg/Mark

Catering:
„Besser leben auf dem Lande“ Lieper Vorwerk e.V.,
Neue Parsteiner Str. 3, 16248 Liepe

www.lehrprinz.eu
www.jagdrechtsblog.com
www.jagdblog.blogspot.com

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Jan 30 2010

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Claudia

Tief “Keziban”: So gut wie eingeschneit

Abgelegt unter Allgemein, Lehrrevier

Revier im Winter
Seit Wochen ist das Revier tief verschneit. Am 25.1.2010 glitzert alles im Sonnenschein

Im Lehrrevier herrscht seit Jahresanfang der Winter. Bereits das Tief “Daisy” bescherte größere Schneemengen, Schneeverwehungen und kaum passierbare Straßen. Doch mit den Schneefällen, die seit heute Morgen Tief “Keziban” im Gepäck trägt, geht gar nichts mehr: Das Lehrrevier, das Nieder-Oderbruch, die Südhänge der Endmoräne zur Schorfheide sind im Schnee versunken.

Hochsitz im Schnee
Alle Reviereinrichtungen haben weiße Mützen

Die derzeitigen Witterungsverhältnisse scheinen die Klimaprognosen und die Angst vor der globalen Erderwärmung ad absurdum zu führen: Es schneit und schneit und schneit! Als wenn nicht schon seit Wochen 40 cm Schnee lägen. Seit Jahren, schon fast Jahrzehnten, gab es keinen solchen Winter mehr.
Aber solange Straßen passierbar bleiben, erfreut die weiße Pracht mehr, als dass sie stört.

Wintermorgen
Noch ist alles ruhig

Nachdem es allerdings seit heute morgen ununterbrochen schneit und der Sturm des Tief “Keziban” für starke Schneeverwehungen sorgt, beginnt der Winter sich zu behaupten und über menschliche Bedürfnisse hinwegzusetzen. Auf den Kreisstraßen bemüht sich der Winterdienst die Straßen freizuhalten. Gemeindestraßen bleiben so wie sie sind und wenn hier der Sturm für Verwehungen sorgt, geht gar nichts mehr.

Gemeindestrasse im Schnee
Es schneit, die Strassen bleiben ungeräumt

Wir durften es heute erleben: Da hilft kein Geländewagen, kein Schlepper mehr. Durch 1 Meter hohe Schneeverwehungen kommt niemand mehr durch. Das Lieper Vorwerk ist eingeschneit:

In der Schneewehe festgefahren
Dort, wo der Sturm über die Freiflächen bläst, entstehen Scheewehen: Trotz Geländewagen hatten wir uns festgefahren

In der Schneewehe festgefahren
Es ging gar nichts mehr.

Zur Hilfe eilender Schlepper
Der Schlepper eilt zur Hilfe ……..

Festgefahrener Schlepper
….. aber selbst der scheitert: Geländewagen und Schlepper stecken in einer Schneewehe

Freischaufeln
Nun hilft nur noch die Schneeschippe

freigeschaufelter Geländewagen
Nach 2 Std. ist zumindest der Geländewagen wieder fahrbereit!

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