Jun 21 2009
Entenjagd im Lehrrevier Liepe vom 25.9.-26.9.2009
Die Entenjagd im Lehrrevier Liepe findet erstmalig statt. Neben der Jagd und der Jagdhundearbeit soll der Erfahrungsaustausch und das Kennenlernen der Jagdgäste im Mittelpunkt stehen, weshalb der Gastlichkeit ein hoher Stellenwert eingeräumt werden soll.
25.9.2009
Ab 14.00 Uhr „Bergische Kaffeetafel“ im Landhof Liepe
Da viele Gäste von weither anreisen, steht den Jagdgästen der Landhof Liepe ab 14.00 Uhr als Treffpunkt zur Verfügung. Im Gasthaus des alten Gutshofes erwartet die Ankommenden eine „Bergische Kaffeetafel“, eine Mischung aus „Kaffee und Kuchen“ und deftigem Abendbrot mit regionalen Produkten aus der Mark Brandenburg. Dadurch braucht niemand pünktlich zu sein, um etwas zu Essen zu bekommen und während dieses ungezwungenen Imbisses haben die Gäste genügend Zeit, um sich kennen zu lernen, von der Fahrt zu erholen und sich vor der Jagd zu stärken.
Gegen 17.00 Uhr Begrüßung durch den Jagherrn und die Jagdleitung
Gegen 17.00 Uhr heißt es dann Aufbruch zur Jagd. Nach der Begrüßung durch die Jagdhornbläser werden die Jagdgäste vom Jagdherrn im Innenhof des Landhofes gegrüßt. Es wird über den Ablauf der Jagd informiert und die Jagdgruppen eingeteilt.
Gegen 18.00 Uhr Abendstrich:
Nach der Begrüßung werden die Jagdgruppen auf die Stände geführt und die Entenjagd beginnt. Die Stände sind so gewählt, dass geschossene Enten nicht in undurchgringliches Schilf fallen können und das Apportieren möglich ist. Alle Schützen erhalten Revierkarten in denen ihr Stand und die Stände der anderen Schützen eingetragen sind, sodass jeder über seinen Stand und den Stand der anderen informiert ist.
Gegen 20.00 Uhr Strecke verblasen
Mit Einbruch der Dunkelheit werden die Schützen wieder zum Landhof Liepe gebracht, wo das feierliche Streckeverblasen und die Bekanntgabe der Tagesstrecke erfolgt. Das anschließende Schüsseltreiben findet im Gasthof des Landhofs Liepe statt. Die Kleiderordnung beim Schüsseltreiben ist leger, also die gleiche, wie bei der Jagd. Da sich Jagdgebiet, der Landhof und der Gasthof an einem Ort befinden, brauchen die Jagdgäste die eigenen Fahrzeuge nicht benutzen.
Für die Fahrt zu den Quartieren nach dem Schüsseltreiben wird ein Fahrdienst eingerichtet.
Zum Schüsseltreiben gibt es ein Wildschweingulasch bis zur völligen Sättigung aller Jagdgäste. Über das Rahmenprogramm des Schüsseltreibens hüllt sich die Jagdleitung in Schweigen.
26.9.2009
7.00 Uhr Morgenstrich
Pünktlich geht es am nächsten Tag auf den Morgenstrich. Hier muss damit gerechnet werden, dass Morgennebel die Jagd beeinträchtigt, aber es kann versichert werden, dass es ein einmaliges Naturschauspiel ist, den Tagesanbruch im Oderbruch zu erleben. Durch den Frühnebel kann sich der Beginn des Morgenstrichs verzögern, aber in der Regel lösen sich die Nebelschwaden schnell auf und die Jagd beginnt mit Verzögerung.
Gegen 10.00 Uhr Treffen nach dem Morgenstrich
Je nach Witterung trifft sich die Jagdgesellschaft wieder gegen 10.00 Uhr im Landhof Liepe zum Verblasen der Morgenstrecke und zum anschließenden ausgiebigen Jägerfrühstück, dessen Ende offen ist.
Somit bietet auch das Jagdfrühstück ausreichend Zeit für Gespräche über die Jagd und zum Knüpfen von neuen Kontakten.
Ab 12.00 Uhr Revierbesichtigungen:
Interessierte Jagdgäste haben nach dem Frühstück die Möglichkeit, die Reviere Liepe I und Liepe II zu besichtigen. Da die beiden Reviere völlig unterschiedlich hinsichtlich der Beschaffenheit und der Wildvorkommen sind, kann man hier die Besonderheit einer einmalig erhaltenen natürlichen Endmoränenlandschaft kennenlernen.
Es wird gebeten, dass die Jagdgäste, die an einer solchen Revierbesichtigung teilnehmen wollen, dies vorher anmelden.
Quartiere:
Nach Rücksprache mit dem Hotel „Am Schiffshebewerk“ hat jeder Gast die Möglichkeit, im Hotel oder in den Ferienwohnungen des Hotels für pauschal 30,00 Euro zu nächtigen. Das Frühstück wird nach der Morgenstrich im Landhof Liepe gereicht. Wer auf einem Einzelzimmer besteht, möge dies dem Hotel frühzeitig mitteilen. Das Mitbringen von Hunden wurde angekündigt, sollte aber explizit angemeldet werden.
Diejenigen, die ihre Teilnahme bereits gemeldet haben, werde ich beim Hotel einquartieren.
Anschrift:
Hotel „Zum Schiffshebewerk“
Hebewerkstr.44
16248 Niederfinow
033362 70099
Fax 033362 619066
email: hotel-schiffshebewerk@gmx.de
Ansprechpartner: Eigentümer Herr Manfred Schröder
Jagdgäste, die einen LUMA-Platz benötigen, melden sich bei mir.
Fahrzeugbewachung:
Nach dem Beziehen der Quartiere sollten alle Fahrzeuge im Landhof Liepe geparkt werden und die Waffen nach dem Verblasen der Strecke im Fahrzeug bleiben. Es wird ein Wachdienst organisiert, der bis zum Morgenstrich die Fahrzeuge bewacht.
Ausrüstung:
Es wird gebeten, die Jagd mit bleifreier Munition auszuüben. Ob es möglich ist, in der eigenen Waffe bleifreie Munition zu verschießen, sollte jeder einzelne in Erfahrung bringen.
Bei der Kleidung ist darauf zu achten, unbedingt Gummistiefel zu tragen, da das Oderbruch für seine nassen und sumpfigen Untergrund berüchtigt ist.
Warnhutbänder sind zwingend notwendig, da alle Schützen in getarnten Ständen stehen und eine Weste nicht gesehen wird.
Kosten:
Für Jagdgäste ohne brauchbaren Hund betragen die Kosten 200,00 Euro.
Jagdgäste oder Hundeführer mit brauchbarem Hund zahlen 35 Euro.
Im Preis enthalten ist:
Teilnahme an der Jagd
Gesamte Verköstigung ohne Getränke
Eventuell anfallende Tierarztkosten der Erstversorgung bei Verletzungen , die sich der Hund bei der Ausübung der Jagd zuzieht.
Buchung:
Alle, die sich bereits angemeldet haben, oder sich noch anmelden, erhalten in den nächsten Wochen eine Jagdeinladung als Buchungsbetätigung. Die Teilnehmerzahl wird auf 35 Jagdgäste beschränkt . Der letzte Termin zur Buchung, wenn nicht bis dahin die Teilnehmerzahl bereits erreicht wurde, ist der 15.August 2009.
waidmannsheil
Euer
Stefan
Update: Bericht mit Bildern über die Entenjagd
3 Kommentare


Wie kann man zu einer organisierten Entenjagd, in diesem Still nicht brauchbare Jagdhunde ohne Prüfung zulassen? Was rechtfertigt diesen enorm hohen Preis? In Brandenburg gibt es wohl das Gesetz nicht, dass der Hund eine Brauchbarkeit am Wasser nachweisen muss? Wenn müsste doch auf der Einladung stehen Jagdgäste ohne Hund,oder kann man sich jetzt für Geld kaufen seinen nicht geprüften Hund am Wasser springen zu lassen?
MfG Revierjagdmeister
M. Hudde
Es werden selbstverständlich geprüfte, brauchbare Jagdhunde anwesend sein, sodaß dem Gesetz Genüge getan sein wird.
Offensichtlich hast du noch nie im Oderbruch auf Enten gejagt. Streckenerwartung und der erforderliche Aufwand rechtfertigen den Preis allemal. Außerdem soll ja noch ein wenig für die Bewirtschaftung des Lehrrevieres übrig bleiben.
Wenns dir zu teuer ist - du mußt ja nicht…..
Antwort zum Kommentar Herrn Huddes:
Sehr geehrter Herr Hudde,
scheinbar haben wir uns mit dem Programm zur Entenjagd missverständlich ausgedrückt:
Uns ist in erster Linie daran gelegen, möglichst viele Jäger/Hundeführer mit brauchbarem Hund dabei zu haben und grds. damit zu unterstützen, dass Jäger brauchbare Jagdhunde führen. Das ist nicht selbstverständlich.
Um dieses zu erreichen, entfällt das Standgeld für Jäger mit brauchbarem Hund bzw. versuchen wir zu erreichen, dass auch reine Hundeführer mit brauchbarem Hund in ausreichender Anzahl kommen und Hunde in ausreichender Anzahl in dem eher schwierigen Gelände zur Verfügung stehen.
Bei Jägern, die keinen Hund haben bzw. keinen brauchbaren Hund haben, wird das Standgeld erhoben. Das Standgeld wird nicht erhoben, damit nicht brauchbare Hunde im Wasser planschen dürfen. Die nicht-brauchbaren Hunde brauchen allerdings nicht zuhause bleiben, sondern können ebenfalls mitgebracht werden, ohne zum Einsatz zu kommen.
Allenfalls wird die Gelegenheit geboten, wenn es zeitlich, räumlich und personell zu bewerkstelligen ist, dass Hunde, die sich noch in der Ausbildung befinden, eine zusätzliche Übungseinheit “Wasserarbeit” unter Anleitung erhalten.
Wir hoffen insgesamt ein Verhältnis von mindestens einem brauchbarem Hund zu zwei Schützen herzustellen, wenn möglich mehr Hunde. Selbst wenn durch die Ausrichtung der Stände und Schussrichtung verhindert werden soll, dass zu viele Enten ins dichte Schilf fallen, wird für die Hunde mit Knochenarbeit zu rechnen sein.
Selbstverständlich stehen wir für weitere Fragen zur Verfügung,
mit freundlichen Grüßen
Claudia Schröder & Stefan Fügner
Jagdverein Lehrprinz e.V.
Am Bahnhof 3, 16259 Falkenberg
033458/64247 oder 0176/6141856
P.S. “ohne brauchbaren Hund” lässt sich wie fast alles natürlich mit beiden Seiten der Medallie betrachten: “wohlmeinend” = selbstverständlich kommen nur brauchbare Hunde zum Einsatz, oder aber “abwertend” = Führer von NICHT-BRAUCHBAREN Hunden bezahlen fürs Plantschen.