Mrz 08 2010

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Vom Jungjäger zum Jagdpächter

Der Gesetzgeber hat nicht ohne Grund vorgeschrieben, dass der Jäger erst nach Ablauf einer  dreijährigen Jungjägerzeit jagdpachtfähig ist:

Möchte man gerne ein Revier pachten, bedarf es nicht nur der praktischen Jagderfahrung, sondern auch zahlreicher zusätzlicher Kenntnisse. Weder das eine, noch das andere kann im Rahmen des Jägerlehrgangs bis zur Jägerprüfung im erforderlichen Umfang vermittelt werden.

Wie allerdings der Jungjäger die Zeit zwischen Jägerprüfung und Jagdpachtfähigkeit ausfüllt, um Jagderfahrung und erforderliche Kenntnisse zu erwerben, ist dem Gesetz nicht zu entnehmen:

Begehungsschein oder Pirschbezirk, das regelmäßige Begleiten erfahrener Jäger sind als Zwischenlösung denkbar. Zweckdienliche Informationen über die Aufgaben eines Jagdpächters lassen sich in den einschlägigen Fachzeitschriften zusammensuchen.

Aber welche Kenntnisse sind denn erforderlich und wichtig?  Das Institution des „Lehrprinzen” ist nicht mehr allerorts gegeben. Die Bedürfnisse von Jagdpächter und dem Jungjäger als Begehungsscheininhaber können deutlich voneinander abweichen. Selten sind beide Seiten sensibilisiert: Der eine weiß eigentlich nicht genau, was er braucht; der andere nicht, was und welche Erfahrung er weitergeben kann.

Es ist Glücksache, ob der Jungjäger bis zur Pachtfähigkeit relevante und notwendige Kenntnisse und erforderliche Jagderfahrung sammeln kann.

Der Jagdverein „Lehrprinz e.V.” und das „Insitut für Jagd, Umwelt und Naturschutz” (JUN.I) bieten im Jagdjahr 2010/2011 erstmals und einzigartig ein Jungjägerpaket an, das sich daran orientiert, was man zusätzlich als zukünftiger Jagdpächter wissen und können sollte, will und/oder muss.

Jagdgelegenheit, Anleitung, Fortbildung, Gesellschaftsjagden

Jagdgelegenheit:

Das Institut für Jagd Umwelt und Naturschutz (JUNI.I) hat seinen Sitz inmitten des Jagdreviers Liepe in Brandenburg, ca. 60 km nordöstlich von Berlin.

Das fast 1.000 ha große Revier dient dem Jagdverein Lehrprinz e.V. als Lehrrevier und grenzt direkt an die ausgedehnten Wälder des Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Damit liegt es in einem jagdlich einzigartigen Gebiet Deutschlands.

Rotwild, Rehwild, Schwarzwild, sonstiges Niederwild, insbesondere Enten und Gänse sind ständige Bewohner des Reviers Liepe.

Das Naturschutzgebiet Niederoderbruch, in dem das Lehrrevier liegt, hat darüber hinaus eine einmalige Flora und Fauna zu bieten. Man kann dort zahlreiche Tiere - etwa den Biber, Kranich, Fischotter und Seeadler - beobachten, die woanders kaum oder gar nicht mehr in freier Wildbahn vorkommen. Schwer passierbare Wege sorgen dafür, dass das Revier so gut wie nicht von Erholungssuchenden frequentiert wird. Die Jagd kann den ganzen Tag über ungestört ausgeübt werden.

Im Lehrrevier wird die Intervalljagd ausgeübt, das heißt: Es wird nur in der bewegungsaktiven Zeit des Wildes gejagt.

Die Jagdintervalle sind:

1.5. bis 31.5. (4 Wochen, Bockjagd)

20.7. bis 10.8. (3 Wochen, Blattzeit)

1.10. bis 15.1. (3 ½ Monate)

Zwischen den Intervallen ruht die Jagd.

Anleitung:

Die Reviere in der Schorfheide sind für ihren Wildreichtum bekannt, sodass es jedem Jungjäger ermöglicht werden kann und möglich sein sollte, 15-20 Stück Schalenwild in

3 Jahren zu erlegen. Dadurch erhält der Jungjäger die notwendige Routine, die er für ein sicheres Ansprechen und Erlegen benötigt. Vor allem in der Anfangszeit kann sich der Jungjäger von einem erfahrenen Jäger begleiten lassen. Diese sind erfahren und sensibilisiert auf die Bedürfnisse des Jungjägers.

Gesellschaftsjagden:

In den Herbst- und Wintermonaten finden zahlreiche Drückjagden statt. Hier können Jungjäger miterleben, wie Drück- und sonstige Gesellschaftsjagden organisiert werden und wie diese durchzuführen sind. Die notwendige Erfahrung und die besondere Fertigkeit, die bei Bewegungsjagden dem Schützen abverlangt werden, kann durch die Teilnahme erworben werden.

Für den Spätherbst ist eine große Hubertusjagd geplant.

Die Flinte:

Im Laser-Schießkino kann außerdem die Fertigkeit mit der Flinte weiter trainiert werden. Vor allem Enten und Füchse lassen das Flintenschießen in der Praxis zum Einsatz kommen.

Fortbildung:

Neben der Gelegenheit zur praktischen Jagdausübung werden fortlaufend Seminare durch das Instituts für Jagd Umwelt und Naturschutz (JUN.I) angeboten. Diese sind darauf ausgerichtet, die praktische Jagdausübung mit den zusätzlichen Kenntnissen über häufige Probleme zu ergänzen, mit denen Jagdpächter regelmäßig konfrontiert werden.

Diese Seminare befassen sich insbesondere mit nachfolgenden Themen:

Der Jagdpächter und das Jagdrecht

Jagdgenossenschaften

Jagdpachtverträge

Begehungsscheinverträge

Abschusspläne

Wildschadensmanagement

Jagdpachtkosten und modernes Jagdmanagement

Jagdpacht

Jagdbetriebskosten

Begehungsscheine

Wildbretvermarktung

Gesellschaftsjagden

Wildvermarktung

EU Hygieneverordnung

nationales Gewerberecht und Wildbretvermarktung

Wildbretverarbeitung

Zerwirken und Lagern

verschiedene Kochkurse

Alle Seminare finden in der Zeit statt, in der auch die praktische Jagdausbildung erfolgt.

Die Kooperation des Jagdvereins Lehrprinz e.V. und des Instituts für Jagd, Umwelt und Naturschutz (JUN.I) verfolgt das Ziel, einem zukünftigen Jagdpächter in der 3-jährigen Jungjägerzeit nicht nur eine Jagdmöglichkeit und eine Einführung in die praktische Jagdausübung  zu bieten, sondern diese vor allem auch um eine Fortbildung zu ergänzen, die den Jungjäger auf die Jagdpacht vorzubereiten .

Interessierte Jungjäger sind herzlich eingeladen, das Revier, die Revierverhältnisse, Ausbilder und Mitstreiter sowie sonstige räumlicher Verhältnisse kennenzulernen. Vorgesehen hierfür ist ein Tag Ende Mai/ Anfang Juni 2010, der in Kürze auf www.lehrprinz.eu bekanntgegeben wird. Das anstehende Jägersilvester bietet ebenfalls erste Kontaktmöglichkeit.

In der Blattzeit finden zudem zwei Schnupperwochenenden mit Einführungsseminaren und erster begleiteter Jagdgelegenheit statt.

Kontaktaufnahme über:

Jagdverein Lehrprinz e.V.

Herrn Stefan Fügner Mobil 0178 6141856 Festnetz: 033458 64247 oder per e-mail an jagdblog@gmail.com

oder

Institut für Jagd, Umwelt und Naturschutz (JUN.I)

Herrn Dr. jur. Wolfgang Lipps, institut@jagdrechtsblog.com

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Mrz 01 2010

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Trainingswoche für Retriever im Oderbruch (Liepe) vom 29.3.2010 bis 01./02.04.2010

Der Jagdverein Lehrprinz e.V. veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Flatcoated Retriever Züchter Walter Coenen ein Retrieverseminar unter möglichst jagdnahen Bedingungen. Das Lehrrevier liegt im wasserreichen Niederoderbruch und wird vom Oder-Havel-Kanal mit seinen naturbelassenen Ufern durchzogen. Die Hunde können sowohl an offenen Uferstellen als auch an dichtem Schilf gearbeitet werden. Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit, ihren Hund auf einer Haarwildschleppe (Kanin) zu arbeiten.
Hier eine Übersicht über das Lehrrevier im Oderbruch.

Im Rahmen des Trainings werden Working Test Aufgaben gearbeitet, Probleme analysiert und Trainingstipps vermittelt. Auch das Führen des Hundes wird unter die Lupe genommen, um auch hier evt. Fehler abzustellen.

Es besteht die Möglichkeit mit den Hunden außer an Land auch an den unterschiedlichsten Gewässern zu arbeiten. Das Revier bietet vielfältige Möglichkeiten. Die Aufgaben werden mit und ohne Schuss, sowie Launcher gearbeitet.

Es besteht die Möglichkeit auch jagdlich- zu arbeiten. Interessenten melden sich bitte ab 20 Uhr unter 02166/58690 oder 0173-2529801 zwecks genauer absprachen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an webmaster@my-flat-areca.net

Die Kosten sind wie folgt zu kalkulieren:

Eintägige Teilnahme: 75 € / Tag

Zweitägige Teilnahme: 70 € / Tag

Mehrtägige Teilnahme: 60 € / Tag

Im Preis enthalten ist ein Imbiss am Mittag.

Nach der Buchung erhalten sie die Bankdaten zwecks Überweisung.

Weitere Informationen zum Trainingsrevier und zur Unterbringung:

Stefan Fügner Am Bahnhof 3,  16259 Falkenberg (Mark)
Tel. 033458/64247 oder 0178/6141856
jagdblog@gmail.com  oder   fuegner@liepervorwerk.de

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Feb 01 2010

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Jägersilvester 2010

Abgelegt unter Allgemein, Jagdveranstaltungen

Wenn die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht,
endet das Jagdjahr, ein neues beginnt:
Jägersilvester auf dem Lieper Vorwerk steht an.
Das Lieper Vorwerk liegt in den Hängen der Endmoräne,
am Südrand der Schorfheide und des gleichnamigen Biosphärenreservats.
Vom Dorf aus ist das Vorwerk unsichtbar.
Es liegt eingebettet in Wiesen und Feldern,
die unmittelbar an den Hochwald des Choriner Forstes grenzen,
bekannt für seine sagenhaften Hochwildbestände.
Auch der Kranich findet dort
in Moor- und Waldseen – seine Brut- und Niststätte,
um dann Tag für Tag ins Nieder-Oder-Bruch herab zu fliegen
und seinen Tanz zu vollführen.
Eben dorthin öffnet sich der Blick vom Lieper Vorwerk nach Süden:
Auf den Pfingstberg und an dem vorbei ins Nieder-Oder-Bruch
und die Weiten des Urstromtals.

JUN.I Institut für Jagd, Umwelt und Naturschutz
& der Verein Lehrprinz e.V.

laden auf das Lieper Vorwerk ein:

Jagdscheinanwärter, Jungjäger, Jäger, Pächter und
alle an der Jagd Interessierten

zum
„Jägersilvester 2010“
am 27. März 2010 um 15.00 Uhr

Information – Gespräche – Kennenlernen – Erfahrung austauschen – Verbindung knüpfen

Programm:
15.00 h Anblasen
Begrüßungsimbiss
Offizielle Begrüßung
Auslosung des Gewinners des JUN.I-Jagdquiz
lockere Gespräche
Buffet
gegen 20.00h Ausklang

Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt
Der Kostenbeitrag beläuft sich auf 50,- €/pro Person
u.A.w.g. an feste@liepervorwerk.de bis 20. März 2010

Veranstalter:
Institut für Jagd, Umwelt und Naturschutz, Neue Parsteiner Str. 3,
16248 Liepe
Lehrprinz e.V., Am Bahnhof 3, 16259 Falkenberg/Mark

Catering:
„Besser leben auf dem Lande“ Lieper Vorwerk e.V.,
Neue Parsteiner Str. 3, 16248 Liepe

www.lehrprinz.eu
www.jagdrechtsblog.com
www.jagdblog.blogspot.com

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Jan 30 2010

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Tief “Keziban”: So gut wie eingeschneit

Abgelegt unter Allgemein, Lehrrevier

Revier im Winter
Seit Wochen ist das Revier tief verschneit. Am 25.1.2010 glitzert alles im Sonnenschein

Im Lehrrevier herrscht seit Jahresanfang der Winter. Bereits das Tief “Daisy” bescherte größere Schneemengen, Schneeverwehungen und kaum passierbare Straßen. Doch mit den Schneefällen, die seit heute Morgen Tief “Keziban” im Gepäck trägt, geht gar nichts mehr: Das Lehrrevier, das Nieder-Oderbruch, die Südhänge der Endmoräne zur Schorfheide sind im Schnee versunken.

Hochsitz im Schnee
Alle Reviereinrichtungen haben weiße Mützen

Die derzeitigen Witterungsverhältnisse scheinen die Klimaprognosen und die Angst vor der globalen Erderwärmung ad absurdum zu führen: Es schneit und schneit und schneit! Als wenn nicht schon seit Wochen 40 cm Schnee lägen. Seit Jahren, schon fast Jahrzehnten, gab es keinen solchen Winter mehr.
Aber solange Straßen passierbar bleiben, erfreut die weiße Pracht mehr, als dass sie stört.

Wintermorgen
Noch ist alles ruhig

Nachdem es allerdings seit heute morgen ununterbrochen schneit und der Sturm des Tief “Keziban” für starke Schneeverwehungen sorgt, beginnt der Winter sich zu behaupten und über menschliche Bedürfnisse hinwegzusetzen. Auf den Kreisstraßen bemüht sich der Winterdienst die Straßen freizuhalten. Gemeindestraßen bleiben so wie sie sind und wenn hier der Sturm für Verwehungen sorgt, geht gar nichts mehr.

Gemeindestrasse im Schnee
Es schneit, die Strassen bleiben ungeräumt

Wir durften es heute erleben: Da hilft kein Geländewagen, kein Schlepper mehr. Durch 1 Meter hohe Schneeverwehungen kommt niemand mehr durch. Das Lieper Vorwerk ist eingeschneit:

In der Schneewehe festgefahren
Dort, wo der Sturm über die Freiflächen bläst, entstehen Scheewehen: Trotz Geländewagen hatten wir uns festgefahren

In der Schneewehe festgefahren
Es ging gar nichts mehr.

Zur Hilfe eilender Schlepper
Der Schlepper eilt zur Hilfe ……..

Festgefahrener Schlepper
….. aber selbst der scheitert: Geländewagen und Schlepper stecken in einer Schneewehe

Freischaufeln
Nun hilft nur noch die Schneeschippe

freigeschaufelter Geländewagen
Nach 2 Std. ist zumindest der Geländewagen wieder fahrbereit!

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Jan 24 2010

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Jungjägerseminar: “Jährlingsabschuss vom 1.5.2010 bis zum 7.5.2010

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Auch im Jagdjahr 2010/11 findet wieder das Jungjägerseminar „Jährlingsabschuss im Mai“ im Lehrrevier Liepe statt.

Für Jungjäger, die das Ansprechen und das Erlegen geringer Böcke üben wollen, ist der Mai ein idealer Jagdmonat. Die Einstandskämpfe sind in vollem Gange. Dadurch herrscht Leben im Revier. Viel Anblick und der Abschuss eines geringen Bockes sind (fast) garantiert.

Seminarbeginn:

Durch die günstige Lage eines Wochenendes um den Monatswechsel April/Mai erfolgt die Anreise am 30.4.2010 mit Begrüßung und Revierbesichtigung. Morgens am 1. Mai geht es dann zum ersten Frühansitz, der mit einem tradionellen Jägerfrühstück gemeinsam mit Jägern der Hegegemeinschaft endet.

Jagdablauf:

Die ganze erste Maiwoche wird dazu genutzt, auf Früh- und Abendansitzen die Jagd auszuüben. Auf Wusch werden die Jungjäger auf den Ansitzen von erfahrenen Jägern begleitet und das Ansprechen des Wildes geübt. Erlegtes Wild wird unter fachkundiger Anleitung aufgebrochen und in der Wildkammer eingelagert. Da das Wild des Lehrreviers ausschließlich portioniert verkauft wird, können die Seminarteilnehmer das saubere Zerwirken erlegten Wildes erlernen.

Im Lehrrevier ist das Schwarzwild Standwild. Die ausgedehnten Bruchwälder mit ihren Schilfgürteln werden von den Bachen mit ihren Frischlingen als beliebte Einstände genutzt. Der Abendansitz sichert den Anblick auf Sauen und ermöglicht auch das Erlernen des Ansprechens des Schwarzwildes. Die Erlegung eines Überläufers zusätzlich zum Bockabschuss ist deshalb möglich.

Rahmenprogramm:

Das Lehrrevier verfügt über große Wasserflächen, die sich ideal für die Hundearbeit eignen. Hier wird den Jungjägern die Arbeit des Jagdhundes am Wasser gezeigt. Seminarteilnehmer, die über einen Hund verfügen, können diesen selbstverständlich mitbringen.

Das Revier Liepe wird durch die Hänge der Endmoränenlandschaft durchzogen und ist deshalb durch zwei sehr unterschiedliche Landschaften geprägt (Hänge der Endmoräne, Feuchtgebiete des Niederoderbruchs). Bei Reviergängen können die Seminarteilnehmer die Besonderheiten der Endmoränenlandschaft und des Niederoderbruchs mit den dort vorkommenden Tierarten kennen lernen.

Ein Tagesausflug führt in das älteste Naturschutzgebiet Deutschlands, das Plagefenn. Außerdem ist der Besuch des nahegelegenen Klosters Chorin vorgesehen. Eindrucksvoll ist auch eine Besichtigung des Schiffshebewerks Niederfinow und vor allem der Neubaustelle für das neue grosse Schiffshebewerk.

Ein Schiesskino steht zur Verfügung.

Unterbringung und Verpflegung:

Die Seminarteilnehmer werden in einer Pension am Ort untergebracht. Bei einem täglichen gemeinsamen Frühstück wird das Erlebte besprochen. Durch das frühe Aufstehen sollte jeder Seminarteilnehmer die Mittagszeit dazu nutzen, fehlenden Schlaf nachzuholen. Vor dem Abendansitz treffen sich alle Seminarteilnehmer zum gemeinsamen Essen.

Ausklang:

Das Seminar lassen wir am 8.5.2010 mit einem gemeinsamen Jagdfrühstück und anschließender Verabschiedung im Landhof Liepe ausklingen.

Teilnehmerzahl:

Die Teilnehmerzahl des Seminars ist auf mindestens 3, aber maximal 5 Personen begrenzt.

Kosten:

Die Kosten des Seminars für alle 7 Jagdtage belaufen sich auf 1.290,00 Euro/Person.

Bei Gruppenbuchungen wird ein Nachlass von 150,00 Euro/Person eingeräumt.

Im Preis enthalten sind:

- Unterbringung in einer Pension am Ort

- Frühstück und Mittagessen einschließlich 2 Getränke

- Trophäen

- Betreuung durch einen Jagdführer

nicht enthalten:

Waffen und Munition, An- und Abreisekosten, Wildbret des erlegten Wildes,

weitere Informationen erhalten Sie bei:

Stefan Fügner Am Bahnhof 3,  16259 Falkenberg (Mark)
Tel. 033458/64247 oder 0178/6141856
jagdblog@gmail.com

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Jan 24 2010

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Nachtansitz bei -15 Grad Celsius

Am 23.1.2010 nachmittags zeigt sich das Niederoderbruch von seiner schönste Seite.
30 cm Altschnee, strahlender Sonnenschein lassen die Schneedecke auf den Bruchwiesen glitzern und - ein bitterkalter Ostwind weht über das Land.

Am Nachmittag meldet die Wetterstation in Bernau -15 Grad Celsius. Der Rundfunk prophezeit eine eiskalte Nacht, bei der die Temperaturen in einigen Lagen unter die Marke von -20 Grad Celsius rutschen können.

Mir kommen Bedenken bei dem Gedanken an meinen Nachtansitz. Doch die noch immer vorhandene Schneedecke, zunehmender Halbmond und eine sternenklare Nacht sind ideal für einen erfolgreichen Sauansitz.
“Vor zehn Uhr laufen sie nicht” lautet der Grundsatz eines alten Saujägers aus dem Oderbruch.

Doch ich will pünktlich sein.
Um 20.40 Uhr fahre ich los. Auf den 7 km zum Revier schafft es das Gebläse des Autos nicht einmal, alle Scheiben von Eisblumen zu befreien.
Ich habe mir eine alte Kanzel nahe des ehemaligen Saugatters aus Staatsjagdzeiten als Ansitz gewählt. Von hier aus kann man eine mehrere Hektar große Wiese einsehen, die in den letzten Tagen mehrfach von Rotten aufgesucht wurde. Überall ist die Schneedecke aufgebrochen und das Erdreich ist sichtbar Die Wiese ist hufeisenförmig und ist vom Bruchwald, dem ehemaligen Saugatter umgeben. Die Öffnung des Hufeisens bildet die Straße zum Schöpfwerk. Dort wo die Schöpfwerkstraße auf die Wiese stößt, stelle ich das Auto ab und überquere die Wiese zur Kanzel.

Alles weist auf einen erfolgreichen Ansitz hin, rund um die Kanzel ist frisch gebrochen, der zunehmende Halbmond wirft zarghafte Schatten der Kanzel auf die Wiese und unterstützt das fahle Licht, das der Schnee hergibt. Fast 2 Stunden tut sich nichts, bis ich das erstemal deutliches Quieken vernehme und kurz darauf auf ca. 150 Meter vor mir etwa 10 Sauen erblicke. Im Zielfernrohr sieht man nur umherhuschende Punkte. Schnell die Waffe wieder in die Ecke der Kanzel, denn schon nach wenigen Minuten sind die Hände außerhalb des Ansitzsacks steif gefroren. “Herankommen lassen” heißt meine Devise. Doch die Rotte wechselt zuerst nach links und dann wieder nach rechts zur Schöpfwerkstraße, aber nicht in meine Richtung.

Gegen Mitternacht verschwindet der Mond hinter dem Bruchwald, die Wiese ist in milchig trübes Licht getaucht. Auch von meinen Sauen sehe und höre ich nichts mehr, scheinbar sind sie entlang der Schöpfwerkstraße Richtung Schöpfwerk gezogen.
Trotz Ansitzsack, in den ich zum Warmhalten der Füße zusätzlich eine Decke gestopft hatte, kriecht die Kälte unaufhörlich in den Körper. Ein Blick auf die Uhr des Handy sagt mir, dass es Zeit ist, nach Hause zu gehen: 1.24 Uhr. Völlig durchgefroren beginne ich, alles zusammenzupacken und trete den Weg zum Auto an.
Dort angekommen ziehe ich gerade den Ansitzsack aus, als ich eindeutig mehrmals ein Quieken vernehme. “Verdammt nochmal, wieso melden die sich erst jetzt!” geht es mir durch den Kopf.
Den Wind brauche ich nicht zu prüfen, beim Blick Richtung Sauen bläst mir der bitterkalte Ostwind ins Gesicht. Ich prüfe die Beschaffenheit der Schöpfwerkstraße. Sie wurde nicht geräumt, aber wagemutige Anwohner nutzen sie trotzdem als Schleichweg zwischen Liepe und Bralitz. 2 tiefe Fahrrinnen haben sich im Schnee ausgefahren, auf denen man völlig geräuschlos pirschen kann.
“Dann also im Nahkampf” flüstere ich, nachdem ich die Chance, an die Sauen heranzukommen für aussichtsreich eingestuft habe und arbeite mich auf der linken Fahrrinne Richtung Rotte vor.
Problemlos komme ich vorwärts, da wird die Saupirsch zum Spaziergang. Im Laufschritt, das Gewehr in der Rechten, mit gebeugten Knien und gebücktem Oberkörper die Hecke links der Straße als Sichtschutz ausnutzend, komme ich mir vor wie ein vorrückender Infanterist.

Nach 150 Metern bietet die Hecke durch eine Lücke Sicht auf die Wiese und ich sehe “mehrere Klumpen” in Schussentfernung vor mir. 10 Meter vor mir 2 Weidezaunpfähle, die in der Spitze mit einem waagerechten Holz verbunden sind. Traumhafte Auflage! Hoffentlich ist dazwischen kein zugewehter Graben. Ich taste mich langsam vor, weniger wegen der Sauen, vielmehr um nicht in einem zugewehten Straßengraben zu versinken und komme problemlos an meine Auflage. Als ich kniend Ziel fasse, habe ich sofort eine Sau im Zielfernrohr. Entsichern, Ziel fassen, stechen nochmal Ziel fassen und - es macht “klick”. Die Kälte hat das Waffenöl im Schloss zu Klebstoff werden lassen. Nochmal einstechen, nochmal Ziel fassen und als der Finger an den Abzug kommt, bricht der Schuss.
Zweimal klagt die Sau und dann Stille. Absolute Stille. Noch nicht einmal das übliche poltern der flüchtenden Rotte kann ich im Pulverschnee hören. Sehen kann ich nichts, die Wiese liegt in ihrem milchig trüben Licht vor mir. Meine Erfahrung sagt mir, dass der Schuss im Leben sitzt, doch ich traue dem Frieden nicht. Ein Blick auf die Uhr, es ist 2.15.
Wieder im Laufschritt zurück zum Auto, Zielfernrohr herunter und auf den Beifahrersitz gelegt, Taschenlampe prüfen und in die Manteltasche, Schweißriemen heraus und Hund anleinen.
Wenige Minuten später arbeite ich mich mit DD Rüde Ajax, diesmal über die verschneite Wiese parallel zur Schöpfwerkstraße, Richtung Sau.
Auf halber Strecke versperrt ein doppelter Elektrozaun den Weg. Beim Übersteigen verheddert sich die Waffe im Draht und Ajax zieht heftig an. Um nicht zu stürzen, muss ich den Schweißriemen los lassen und als ich den Zaun vollständig überstiegen habe, gibt Ajax tiefen Standlaut. Ich eile in die Richtung des Standlauts, da ich immer noch nichts sehen kann. Dann sehe ich Ajax, wie er die Sau umkreist und tief Laut gibt. Mit ihrer letzten Kraft versucht die Sau, den sie umkreisenden Hund zu schlagen, ohne aber nochmal auf die Läufe zu kommen. Ein Entwässerungsgraben versperrt den Weg. Ich muss rechts 30 Meter Richtung Straße, über den Übergang, um zurück zu Ajax und der Sau zu kommen.

Als ich Ajax abrufe, um der Sau den Fangschuss zugeben, bleibt er, auf mich zukommend, nach 3 Metern stehen.

Der Schweißriemen hat sich durch das Umkreisen der Sau unter die Sau geschoben!

Ich gehe auf Ajax zu, ziehe mit aller Kraft an der Schweißleine, bis kein Widerstand mehr spürbar ist, um Ajax aus der misslichen Lage zu befreien. Als ich angebackt den Fangschuss antragen will, sehe ich mich nach Ajax um. Doch der liegt schon links neben mir. Obwohl die Sau keinerlei Leben mehr zeigt, gebe ich ihr sichheitshalber noch den erlösenden Fangschuss.

Als ich alleine die schweißtreibenden Bergung, das Aufbrechen, sowie das Wiegen und das Einlagern in der Kühlkammer hinter mir habe, ist die Kälte im Körper verschwunden und es ist 3.25 Uhr.
Ermattet aber hochzufrieden fahre ich nach 6 Stunden Saujagd bei sibirischer Kälte Heim, wo ich das Erlebte noch einmal vor dem wärmenden Ofen Revue passieren lasse.

waidmannsheil

Euer

stefan

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Nov 09 2009

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Wildfleisch aus dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Abgelegt unter Allgemein, Lehrrevier

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Wir, die Mitgliedsreviere der Hegegemeinschaft Schorfheide-Chorin, Liepe und Niederfinow im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin im Naturschutzgebiet Oderbruch, ca. 60 km nordöstlich von Berlin, zwischen Kloster Chorin und Bad Freienwalde, haben uns zusammengeschlossen.
Wir pflegen unseren Wildbestand. Wir achten auf Schonzeiten und jagen nur waidgerecht. Unsere Bejagungskonzepte sind dem Konzept der nachhaltigen Wildbewirtschaftung verpflichtet.

Das heißt, daß wir nur solches Wild erlegen, das zur Pflege des Wildbestandes und zur Schonung und Erhaltung des Naturschutzgebietes unerlässlich  und notwendig ist.
Wir bejagen ein Gebiet von ca. 1700 Hektar.
Unser oberstes Anliegen ist ein Gleichgewicht zwischen Fauna und Flora zu gewährleisten und Beachtung des Naturschutzes.
Der Mensch muß verstehen, daß er nur ein Teil der Natur sein kann und die Erhaltung und Bewahrung der Natur das oberste Ziel ist.
Aus diesem Grund haben wir ein Lehrrevier eingerichtet, in dem wir Jungjäger in diesem Sinne ausbilden.
Der Zuspruch aus der Jägerschaft im dem gesamten Bundesgebiet zeigt uns, daß wir auf dem richtigen Weg sind.

Erstversorgung des erlegten Wildes im Lieper Vorwerk:
Das von uns erlegte Wild wird auf dem Vorwerk in Liepe gesammelt und im Kühlraum gelagert sowie unverzüglich vom Tierarzt auf Befall geprüft.
Erst nach Freigabe wird das Wild von uns portioniert, Vakuum verpackt und anschließend schockgefrostet oder im Kühlraum zum baldigen Verzehr zwischengelagert.

wildkammer
wildkammer
Fotos Dr. W. Lipps: Erlegtes Wild wird in der Wildkammer fachgerecht versorgt

Das Kreisveterinäramt Barnim hat unseren Betrieb im Landkreis Barnim als Vorzeigeeinrichtung ausgewiesen.
Die Wildkammer und der Zerwirkraum erfüllen alle Anforderungen der neuen EU Hygieneverordnung.

Wenn Sie Interesse haben an Wild aus dem  Biosphärenreservat Schorfheide Chorin mit der höchsten biologischen Qualitätsstufe, dann rufen Sie uns an.

Zuständig für die Verteilung in Berlin:

Stefan Fügner (
Lehrjäger - Lehrprinz)
16259  Falkenberg/Mark, Am Bahnhof 3,
Tel. : 033458 - 642 47
Mobil : 0178   - 614 1856
email: jagdblog@gmail.com

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Nov 08 2009

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Saujagd bei Vollmond im Lehrrevier

Abgelegt unter Allgemein, Jagdveranstaltungen

Die Saujagd bei Vollmond gilt als die spannenste Ansitzjagd, die das Lehrrevier zu bieten hat.

Aus diesem Grunde veranstaltet das Lehrrevier im Herbst und Winter immer am Wochenende vor der Vollmondnacht eine dreitägige Ansitzjagd auf Schwarzwild. Durch die völlige Jagdruhe zwischen den Vollmondphasen ist das Erlegen mehrerer Stücke Schwarzwild möglich, wenn das Wetter mitspielt.

Jungjäger, die sich im Ansprechen noch nicht sicher fühlen, werden von einem erfahrenen Jäger begleitet.

Für die Ansitzjagden auf  Sauen im  Jagdjahr 2009/10  sind folgende Wochenenden vorgesehen:

November (letztes Wochenende im Monat):

von Donnerstag, 26.11.2009 (Anreise und 1. Nachtansitz) bis Sonntag 29.11.2009 (Morgenansitz und Abreise)

Dezember (zwischen Weihnachten und Neujahr):

von Sonntag, 27.12.2009 bis Mittwoch, 30.12.2009

Januar (letztes Wochende im Monat)

von Donnerstag, 28.1.2010 bis Sonntag, 31.1.2010

Für das verlängerte Saujagdwochenende erheben wir einen Kostenbeitrag von

330,00 Euro.

Im Preis enthalten sind:

3 Übernachtungen in einer Pension

3 ausgiebige Jägerfrühstücke

3 warme Mahlzeiten mit 2 Getränken,

sowie jagdliche Betreuung und Begleitung auf Wunsch bei den ersten Ansitzen.

Es ist freigegeben und ohne Aufpreis erlegbar: Sauen aller Gewichtsklassen außer führende Bachen , Füchse Marderhunde und Rehwild, sofern der Abschussplan noch nicht erfüllt wurde.

Wenn Sie noch Fragen zum Jagdablauf haben, wenden Sie sich bitte an:

Stefan Fügner (Lehrjäger im Lehrrevier)

Am Bahnhof 3

16259 Falkenberg/Mark

Tel.: 033458/64247

oder Mobil: 0178/614 18 56

oder senden Sie eine email an: jagdblog@gmail.com

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Okt 04 2009

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Stefan

Entenjagd im Lehrrevier

Abstreichende Enten über dem Finowkanal, dahinter das Niederoderbruch
Photo: Kathreen Mangatter

Am Anfang stand die Idee, mittels einer Entenjagd im Lehrrevier das nicht nur unter Jägern noch weitestgehend unbekannte Niederoderbruch bekannt zu machen, liegt es doch im östlichen Brandenburg und somit weit ab der traditionellen Urlaubsgebiete.
Über das Jagdforum Xing wurde eine Anfrage gestartet, ob Interesse besteht, eine solche Jagd zum Kennenlernen des Lehrreviers abzuhalten und spontan sagten zahlreiche Jäger des Forums zu.

Am 25.9.2009 war es dann soweit. 33 überwiegend junge Jäger, Jägerinnen und Hundeführer trafen bei herrlichem Herbstwetter im Laufe des Nachmittags im Landhof Liepe ein. Damit sich alle Teilnehmer auf die Jagd konzentrieren konnten, war die professionelle Eventphotographin Kathreen Mangatter aus Dresden angereist, um die Entenjagd auf Bildern festzuhalten. Sie stellte dem JagdBlog die hier eingestellten Bilder zur Verfügung.

Nicht wenige hatten mehrere 100 Kilometer Anreise hinter sich, sodass die bereitgestellte Bergische Kaffeetafel zur Stärkung und zum Kennenlernen der Jagdgäste großen Anklang fand.
Erfreulich war es für mich, dass das Durchschnittsalter der Jagdgäste unter 40 Jahren lag und die Idee, vor allem jungen Jägern das Lehrrevier näher zu bringen, schon in diesem Punkt ein echter Erfolg war. Viele Jagdgäste kannten sich nur aus dem Jagdforum und so bestand die Möglichkeit, sich beim Stärken nach der langen Anfahrt und vor der Jagd sich erstmals persönlich gegenüber zu sitzen.

Warten auf die Enten
Photo: Kathreen Mangatter

Nach der Begrüßung durch den Jagdherrn ging es dann in vier Jagdgruppen hinaus ins Niederoderbruch und an die Kanäle. Schon wenige Minuten nach dem Anstellen der Jagdgruppe am Finowkanal stiegen gleich mehrere große Schofe Enten gleichzeitig auf, die jedoch schnell an Höhe gewannen und unerreichbar die anderen Jagdgruppen das Niederoderbruch überflogen.
Die Hoffnung, dass die Sauen durch den Jagdlärm die Bruchwälder verlassen würden, erfüllte sich nicht, obwohl in allen Bruchwäldern, die abgestellt waren, Sauen von den angestelleten Schützen vernommen wurden.
Nach dem Abendstrich trafen dann alle Jagdgäste und Hunde wieder wohlbehalten im Landhof Liepe ein.
Die Jagdhornbläser bliesen dem Forumsmitglied Malte Dörter und seinen zwei Jagdkameraden, die bei einem Brand einer Jagdhütte in Sibirien ums Leben gekommen waren, ein letztes Halali und die Jagdgäste gedachten in einer Schweigeminute der verunglückten Jäger. Nach einigen abschließenden Worten durch den Jagdherrn wurde die Strecke verblasen und bei einem Wildschweingulasch klang der erste Jagdtag aus. Wissend um das frühe Aufstehen am nächsten Morgen endete der erste Jagdtag früh und am nächsten Morgen trafen sich alle Jagdgäste pünktlich um 5.15 Uhr vor dem Hotel zum gemeinsamen Morgenstrich.
Diesmal kam auch das Schützenboot, das am Abend leider auf dem Weg vom Webellinsee an den Oder-Havel-Kanal aufgehalten worden war, zum Einsatz.

Als ich gegen 6.15 Uhr im Niederoderbruch Richtung Osten schaute, um den Sonnenaufgang zu beobachten, zeigte sich das Niederoderbruch von seiner allerbesten Seite:
Während es im Osten langsam heller wurde und noch einige Sterne am Himmel funkelten, lag vor mir ein Schilfgürtel, dahinter noch im Morgendunst die “Honeckerkanzel”, ein Relikt aus der Zeit, als das Oderbruch noch Staatsjagdgebiet war. Weiter Richtung Osten ragte der Kirchturm von Bralitz aus dem dichten Nebel in den Morgenhimmel und die ersten Kraniche zogen aus ihren Schlafplätzen im Norden laut trompetend ins Oderbruch.
Jägerherz, was willst Du mehr!

Sonnenaufgang im Niederoderbruch
Photo: Kathreen Mangatter

Als gegen 9.00 Uhr Schützen , Hundeführer und Hunde wieder wohlbehalten am Landhof eintrafen, fehlten noch einige Hundeführer und die Bootsbesatzung. Der Einsatz des Schützenbootes hatte sich als unabdingbar herausgestellt, da viele Enten erst durch den Bootseinsatz zum Aufsteigen zu bewegen waren. Hätte das Boot auch am Abend zur Verfügung gestanden, wäre die Strecke sicherlich größer gewesen.
Im Laufe des Jägerfrühstücks trafen dann auch die Bootschützen und Hundeführer , die einige Enten nachsuchen mussten, ein und bei herrlichem sonnigem Herbstwetter fand dann die Abschlussbesprechung im Gutshof des Landgutes statt.
Mit 11 Enten und einer Taube fiel die Strecke in Anbetracht der vorgekommenen Enten dürftig aus. Dies ist aber auf das Vorkommen der Enten an nur einigen wenigen Ständen zurückzuführen, sowie auf eine noch zu verbessernde Tarnung der angestellten Schützen. Auch der erfolgreiche Einsatz des Bootes am Morgen zeigte, dass der Einsatz von Booten entscheidend für den Jagderfolg ist.

Nach der Abschlussbesprechung lud Familie Lipps alle Jagdgäste noch zu einem kleinen Empfang auf das Lieper Vorwerk ein, was von vielen Jagdgästen, die es nicht eilig hatten, angenommen wurde.
Hier konnten sich die Jagdgäste ein Bild von der hügeligen Endmoränenlandschaft machen, die an das Niederoderbruch angrenzt, und doch so anders ist. Bei einem herrlichen Blick über das Niederoderbruch genossen die Jagdgäste den sonnigen Herbsttag und müde, aber zufrieden traten gegen 15.00 Uhr die letzten Gäste die Heimreise an.

Fazit:
Für mich war es ein großer Erfolg, so vielen jungen Jägern die einmalige Landschaft des Niederoderbruchs näher zu bringen. Zudem haben die ausnahmslos sehr disziplinierten, überwiegend jungen Jäger bewiesen, dass es möglich ist, eine Jagd zu organisieren, ohne die Teilnehmer persönlich zu kennen.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass von den Anstellern das disziplinierte Verhalten der Jagdgäste explizit gelobt wurde und kein einziger Jagdgast Anlass zur Klage gab.
Besonders hat es mich gefreut, dass ich viele Verbesserungsvorschläge erhalten habe und sich spontan einige Gäste bereit erklärten, mich beim nächsten Mal bei der Vorbereitung aktiv zu unterstützen.
Auch Familie Lipps war angetan von den vielen jungen und disziplinierten Jägern.
Meine Idee, die Entenjagd als feste Veranstaltung im Niederoderbruch zu etablieren, wurde sofort begrüßt und ich kann schon jetzt sagen:
“Wir freuen uns jetzt schon auf die Entenjagd 2010″

waidmannsheil

Euer

stefan

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Jun 22 2009

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Stefan

Seminarblock:Bockjagd zur Rehbrunft

Die Rehbrunft ist für den Rehwildjäger  zweifelsfrei der Höhepunkt im Jahr.

Das Nierderoderbruch mit seinen ausgedehnten Schilfdickungen und Wiesenflächen ist ein geradezu ideales Revier, um die Blattzeit zu erleben. Das übersichtliche, aber ruhige Rehwildrevier im Niederoderbruch verspricht spannende und ereignisreiche Bockjagderlebnisse.

Von Montag, 20.7.2009 bis Sonntag, 9.8.2009 wird im Rahmen der Intervalljagd die Bockjagd anläßlich der Blattzeit im Lehrrevier ausgeübt.

Weitere Informationen zu dem Konzept des Seminarangebots sind hier zu finden.

Sollten Jungjäger an einem Gruppenseminar (bis 4 Personen) Interesse haben, können wir eine preiswerte Pauschalbuchung anbieten.

Zu weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:

Stefan Fügner
Am Bahnhof 3, 16259 Falkenberg (Mark)
Tel. 033458/64247 oder 0178/6141856

jagdblog@gmail.com
Auch eine vorhergehende Revierbesichtigung ist möglich.

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